Elon Musk hatte recht: Twitter kennt die tatsächliche Anzahl der Bot-Konten nicht

Twitter Logo
Quelle: Twitter

Zatko ist ein bekannter Hacker, der vor zwei Jahren zum Direktor für Sicherheit bei Twitter ernannt wurde. Im Januar gab Twitter bekannt, dass Zatko das Unternehmen aus unbekannten Gründen verlassen würde. Jüngsten Berichten zufolge hat Zatko im vergangenen Monat bei der US-Börsenaufsicht (SEC), dem US-Justizministerium (DOJ) und der US-Bundeshandelskommission (FTC) eine Klage gegen Twitter eingereicht. Er wirft Twitter schwerwiegende Schwachstellen beim Sicherheitsschutz und bei Spam-Konten vor.

Zatko behauptet, dass die Twitter-Führungskräfte nicht über die Ressourcen verfügten, um die tatsächliche Anzahl der Bot-Konten auf der Twitter-Plattform vollständig zu erfassen. Außerdem hätten sie kaum ein Interesse daran, dies zu wissen. Wie wir alle wissen, ist Twitter derzeit in einen Rechtsstreit mit Tesla-CEO Elon Musk über die Frage der Bot-Konten (Spam-Konten) verwickelt.

Twitter hat in behördlichen Unterlagen angegeben, dass die Zahl der Bot-Konten auf seiner Plattform weniger als 5 Prozent der Gesamtzahl ausmacht. Musk ist jedoch skeptisch und meint, dass Twitter bis zu 20 Prozent gefälschte Nutzer haben könnte. Ein Richter wird den Fall am 17. Oktober für fünf Tage verhandeln.

Bislang gibt es weder von Zatko noch von Elon Musk eine Stellungnahme zu dieser Angelegenheit. Ein Twitter-Sprecher sagte jedoch, Zatko sei im Januar wegen schlechter Führung und schlechter Leistung entlassen worden. In einer Erklärung gegenüber Time sagte der Sprecher auf Fragen zu den Enthüllungen des Whistleblowers:

„…Sicherheit und Datenschutz sind seit langem unternehmensweite Prioritäten bei Twitter und wir haben noch viel Arbeit vor uns. Herr Zatko wurde vor über sechs Monaten wegen schlechter Leistung und ineffektiver Führung aus seiner leitenden Funktion bei Twitter entlassen. Wir hatten zwar keinen Zugang zu den konkreten Anschuldigungen, auf die Bezug genommen wird, aber was wir bisher gesehen haben, ist eine Darstellung unserer Datenschutz- und Datensicherheitspraktiken, die von Ungereimtheiten und Ungenauigkeiten durchsetzt ist und der wichtige Zusammenhänge fehlen.“

„Die Anschuldigungen von Herrn Zatko und sein opportunistisches Timing scheinen darauf ausgelegt zu sein, Aufmerksamkeit zu erregen und Twitter, seinen Kunden und seinen Aktionären Schaden zuzufügen.“

Twitter

Elon Musk hat Twitter-Mitbegründer Jack Dorsey um Dokumente gebeten. Der Grund dafür ist, dass Musk einen Rechtsstreit mit Twitter führt, da er den Plan zur Übernahme von Twitter rückgängig machen will. Dorsey trat im November als Twitter-CEO zurück und verließ im Mai den Vorstand von Twitter. Musk hatte sich im April mit Twitter auf eine Übernahme geeinigt. Musk bat Dorsey jedoch um Dokumente und Mitteilungen im Zusammenhang mit der Vereinbarung und dem gefälschten Konto.

Sowohl Elon Musk als auch Jack Dorsey sind der Meinung, dass die Algorithmen transparenter sein und den Nutzern mehr Kontrolle geben sollten. Dorsey glaubt, dass das Werbemodell die Entwicklung von Twitter behindert. Musk hingegen möchte, dass Twitter mehr auf Abonnementgebühren und andere Dienste setzt. Zu diesen Diensten könnten Geldtransferdienste zwischen Nutzern gehören.

Quelle(n):
Time

Um über alle News auf dem Laufenden zu bleiben, folge mir auf Google News oder Facebook, abonniere meinen RSS-Feed oder meinen Telegram-Kanal!

Der einzige Tech-Newsletter, den Du brauchst

Abonniere Schmidtis Blog, um tägliche Updates der neuesten Artikel direkt in Deinem Posteingang zu erhalten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.