Android 17 vorgezogen: Samsung testet One UI 9 intern für unerwartet viele Modelle

Samsung wirft die gewohnte Update-Chronologie über den Haufen. Die internen Firmware-Datenbanken listen One UI 9 auf Basis von Android 17 bereits für eine enorme Bandbreite an Geräten. Der Blog SammyGuru entdeckte entsprechende Test-Builds auf den Servern des Herstellers. Diese frühe Einbindung von Geräten außerhalb der absoluten Premium-Riege stellt eine Kehrtwende in der Update-Philosophie dar.
Die öffentliche Beta läuft für das Topmodell Galaxy S26 bereits seit Mitte Mai. Samsung beschleunigt das Entwicklungstempo nun deutlich, um die Fragmentierung des eigenen Portfolios zu verringern. Die Software-Ingenieure passen das Betriebssystem parallel für faltbare Smartphones sowie für günstigere Produktlinien an. Normalerweise vernachlässigte Samsung die Mittelklasse bei frühen Testzyklen sträflich und zog diese Geräte erst Monate später nach.
Der veränderte Fokus betrifft eine Vielzahl an Baureihen:
- Galaxy S-Serie (S25, S24, S23): Die Flaggschiffe der letzten drei Generationen erhalten die Test-Firmware inklusive der jeweiligen Plus- und Ultra-Modelle sowie der Fan Edition (S24 FE).
- Galaxy Z-Serie (Fold 7, Flip 7): Die kommenden Falt-Geräte des Jahres werden direkt in die Entwicklung einbezogen.
- Galaxy A-Serie (A57, A56, A35, A34, A17, A16): Die volumenstarke Budget-Klasse wird von Beginn an mit frühen Kompilierungen versorgt.
- Galaxy Tab S-Serie (S11, S11 Ultra, S10+, S10 Ultra): Die High-End-Tablets spiegeln den vorgezogenen Testzyklus wider.
Der Google-Kernel von Android 17 verlangt tiefgreifende Eingriffe in die Systemarchitektur. Die Entwickler überarbeiten die Speicherverwaltung (Low Memory Killer Daemon) für eine effizientere RAM-Allokation grundlegend. Das veränderte Speichermanagement soll die Akkulaufzeit verlängern, erfordert durch die veränderte Prozess-Priorisierung aber eine penible Qualitätskontrolle auf unterschiedlichen Chipsätzen. Die Fehlerbehebung umfasst zwingend die Optimierung des Kamera-HAL (Hardware Abstraction Layer) zur Beseitigung von Rucklern bei der Sucher-Vorschau.
Google liefert mit Gemini Intelligence das Fundament für automatische Zusammenfassungen im Benachrichtigungszentrum. Die Integration lokaler KI-Modelle (Large Language Models) dürfte ältere Hardware-Plattformen vor Speicherprobleme stellen. Exynos- und Snapdragon-Prozessoren älterer Generationen besitzen oft nicht die nötige NPU-Leistung (Neural Processing Unit).
Samsung muss die Software deshalb frühzeitig auf schwächeren Geräten der A-Serie testen. Die finale Verteilung startet voraussichtlich im Spätsommer, während das Galaxy Z Fold 8 und das Z Flip 8 am 22. Juli in London mit One UI 9 ab Werk debütieren.
Quelle: SammyGuru
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