Erst die PR-Lüge entlarvt, dann als HTC-Klon enttarnt: Das totale Desaster um das Trump T1 Phone

Die PR-Agentur des Trump T1 Phone hat die Reißleine gezogen und die Zusammenarbeit mit Trump Mobile fristlos beendet. Grund für den harten Bruch ist eine handfeste Lüge über die Produktion. Der Agenturchef hatte behauptet, das Smartphone werde in den USA gebaut. Mittlerweile fliegt der Schwindel auf, denn das Gerät stammt aus asiatischer Fertigung.
Ein aktueller Teardown entlarvt das angebliche US-Gadget als dreisten Klon. Unter dem Gehäuse des Trump T1 Phone steckt schlicht ein modifiziertes HTC U24 Pro aus dem Jahr 2024. Samsung und Google dürften schmunzeln, wie leichtfertig man hier versucht, Kunden zu täuschen.
Das HTC U24 Pro im neuen Gewand: Die nackte Technik für 499 Dollar
- Trump T1 Phone mit 512 GB Speicher: Der Speicher ist erweiterbar und bringt ordentlich Platz für den Alltag.
- Drei 50-Megapixel-Kameras: Die Kombination aus Hauptlinse, Telefoto und Frontkamera liefert solide Mittelklasse-Fotos.
- 5000-mAh-Akku: Die Batterie liefert genügend Energie für einen langen Tag ohne Steckdose.
- 6,78-Zoll-AMOLED-Display mit 120 Hz: Der Bildschirm läuft flüssig, hinkt modernen Top-Modellen aber hinterher.
- Snapdragon 7 Gen 3 Prozessor: Der Chip reicht für normale Apps, knickt bei anspruchsvollen Games aber ein.
- Android 15 mit Klinkenanschluss: Die alte Kopfhörerbuchse ist nett, aber Trump Mobile schweigt komplett zu kommenden Sicherheitsupdates.
Das Fehlen eines Update-Versprechens nervt gewaltig. Käufer wissen nicht, ob das Gerät jemals Android 16 sieht. Für ein modernes Smartphone im Jahr 2026 ist diese Intransparenz ein absolutes K.o.-Kriterium im Alltag.
Teurer Tarif und erfundene Verkaufszahlen
T1 Mobile LLC vertreibt passend zum Handy einen Mobilfunktarif für krumme 47,45 US-Dollar im Monat. Dahinter steckt kein eigenes Netz, sondern der Anbieter mietet Kapazitäten bei T-Mobile über den Zwischenhändler Liberty Mobile Wireless. Die versprochene Daten-Flatrate entpuppt sich als Mogelpackung, da nach 20 GB High-Speed-Volumen die Drosselung greift.
Als Verkaufsargumente sollen kuriose Extras herhalten. Eine Pannenhilfe und ein digitaler Arztzugang haben im Mobilfunkvertrag eigentlich nichts verloren. Sie versuchen nur, den überteuerten Monatspreis für die mageren 20 GB Datenvolumen schönzurechnen.
Die Luft ist auch bei den angeblichen Verkaufserfolgen raus. Gerüchte über 590.000 Vorbestellungen für das Trump T1 Phone waren komplett erlogen. Interne Systemprotokolle zeigen gerade einmal magere 10.000 echte Kundenbestellungen. Trotzdem geistern bereits Gerüchte über einen Nachfolger namens Trump T2 Phone durch das Netz.
Quelle: The Verge
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