Existenzangst in Wolfsburg: Wenn der VW-Vorstand selbst schwarzsieht

Das sinkende, brennende Schiff – Der VW-Konzern, der an mehreren Fronten gleichzeitig brennt
Quelle: KI-generiert mit Qwen 3.7 Plus
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Sechs von neun VW-Vorständen halten die eigene Firma für akut existenzbedroht. Das geht aus einer anonymen Befragung hervor, über die das Manager Magazin berichtet. Ursprünglich wollte die Konzernführung damit nur den internen Zusammenhalt prüfen. Das Ergebnis fällt für die deutsche Automobilindustrie verheerend aus.

Keiner der Befragten stuft die Lage als unkritisch ein. Die restlichen drei Mitglieder des Vorstands bewerten die Situation als angespannt. Alle neun Personen fordern einen radikalen Strategiewechsel. Die Kritik trifft besonders die Strategien für China und Nordamerika.

Die Baustellen des VW-Konzerns

Volkswagen kämpft an zu vielen Fronten gleichzeitig. Das Management verzettelt sich bei der notwendigen Transformation.

  • China-Markt: VW verliert gegen lokale Hersteller wie BYD, Geely und SAIC massiv Marktanteile. Die Konkurrenz baut Software-Autos in einem Tempo, das Wolfsburg alt aussehen lässt.
  • Cariad: Die Software-Tochter verbrennt Milliarden und liefert keine stabilen Ergebnisse. Das Vertrauen in die digitale Kompetenz ist längst aufgebraucht.
  • VW ID.2: Das günstige Elektro-Modell lässt auf sich warten. Toyota und Hyundai haben hier preislich längst die Nase vorn.
  • Kostenstruktur: Hohe Fixkosten und bürokratische Strukturen verhindern die nötige Agilität.

Das Problem ist die Gleichzeitigkeit. Während Toyota stur am bewährten Hybrid-Kurs festhält und schrittweise auf Feststoffbatterien umstellt, muss VW gleichzeitig Werke umbauen, Software entwickeln und massiv Kosten senken. Der Vergleich mit Toyota zeigt, wie ineffizient der deutsche Riese agiert. Volkswagen versucht aktuell, das Boot während der Fahrt zu reparieren, während die Konkurrenz bereits mit dem Schnellboot vorbeizieht.


Quelle: Manager Magazin | Spiegel.de

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