Galaxy S27 Ultra Renderbilder: Samsungs Apple-Klon verliert eine Linse

Wir müssen reden. Samsung wirft seine jahrelange Design-Identität komplett über den Haufen. Während die Koreaner bisher stoisch an einzeln aus dem Gehäuse ragenden Kameralinsen festhielten, zeigen die brandneuen CAD-Renders von OnLeaks und AndroidHeadlines einen radikalen Kurswechsel beim Galaxy S27 Ultra. Das Flaggschiff bekommt eine wuchtige Kamera-Insel verpasst – und sieht auf den ersten Blick erschreckend nach iPhone 17 Pro aus.
Wer jetzt vorschnell „Kopierkatze!“ schreit, liegt zwar nicht ganz falsch, übersieht aber den technischen Nutzen hinter der Radikalkur. Der massive Kamera-Buckel, der die Gesamtdicke an der Spitze auf stramme 12,53 mm katapultiert (das restliche Gehäuse bleibt bei schlanken 163,76 x 78,25 x 7,97 mm), schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Samsung schafft endlich den nötigen Bauraum für spürbar größere Kühlkörper und kann erstmals native Qi2-Magnete direkt im Gehäuse verbauen. MagSafe-Zubehör ohne fummelige Spezialhülle? Das wurde aber auch Zeit!
Radikaler Kahlschlag: Warum das 3x-Teleobjektiv fliegt
Der Blick auf die Rückseite offenbart noch ein zweites Detail: Es fehlen Linsen. Das seit dem S21 Ultra mitgeschleppte Quad-Kamera-System ist Geschichte. Samsung streicht das poplige 10-Megapixel-3x-Teleobjektiv ersatzlos aus dem Lineup – eine veraltete Knipse mit winzigem Sensor weniger. Stattdessen vertraut die Kamera-Architektur künftig auf ein schärfer kalkuliertes Trio.
Die Hauptarbeit übernimmt der mächtige 200-MP-ISOCELL-HP6, der Zwischen-Zooms im Bereich von 3x bis 5x künftig über einen verlustfreien Sensor-Crop abfängt. Flankiert wird die Hauptkamera von einem neuen 50-MP-Ultraweitwinkel (Sony IMX855) und dem bekannten 50-MP-Periskop für den 5-fachen optischen Zoom. Ob man das wirklich braucht? Optisch ist der Verzicht auf das dedizierte 3x-Glaskonstrukt im Alltag sogar eine Befreiung: Der 200-MP-Crop liefert bei Tageslicht knackige Ergebnisse und spart wertvolle Millimeter im Gehäuseinnenleben.
Silicon-Carbon-Akku rettet die Laufzeit, ruiniert den Preis
Diesen gewonnenen Bauraum nutzt Samsung für das Highlight, auf das Poweruser seit gefühlten Ewigkeiten warten: Der Stromspeicher wächst erstmals seit Jahren auf 5.700 mAh. Dank moderner Silicon-Carbon-Anoden passt diese Energiedichte ins Gehäuse, ohne dass das Flaggschiff klobiger wird oder der S Pen aus seinem angestammten Schacht fliegen muss. Angetrieben von Qualcomms neuem Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 dürfte das S27 Ultra bei der Ausdauer spürbar nachlegen.
Doch die Ernüchterung folgt auf dem Fuß. Wegen der anhaltenden Speicherkrise und explodierenden Komponenten-Kosten schlägt der Preisteufel wieder zu. In Branchenkreisen wird bereits von einem Preissprung um 100 bis 200 US-Dollar gemunkelt, was den Einstieg auf voraussichtlich 1.399 bis 1.499 US-Dollar treibt. Das ist preislich leider völlig daneben und wird die Kauffreude bei vielen treuen Fans ordentlich bremsen.
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