Samsung Galaxy Z Fold 9 Ultra: Schluss mit der Kamera-Kastration

Jahrelang verlangt Samsung abartige Summen für seine Falt-Handys, liefert bei den Kameras aber verlässlich zweite Klasse ab. Ein frischer Leak aus Korea zeigt jetzt, dass die Koreaner diesen Quatsch beim Galaxy Z Fold 9 Ultra endlich begraben könnten. Es wird auch Zeit.
Ich beobachte das Elend seit der ersten Fold-Generation. Wer den vollen Preis zahlt, will keine abgespeckten Sensoren im Gehäuse. Punkt. Bisher war das teuerste Falt-Modell gegenüber der normalen Ultra-Reihe immer im Nachteil.
Ein bekannter Insider namens Vampire King aus dem meeco-Forum bringt nun Bewegung in die Sache. Laut seinen Informationen erbt das Fold 9 Ultra die komplette Kamera-Bestückung des kommenden Galaxy S27 Ultra. Das ist eine Ansage.
Endlich Waffengleichheit im Flaggschiff-Segment
Blicken wir auf den aktuellen Status quo. Beim heutigen Galaxy Z Fold 8 Ultra schraubt Samsung zwar einen 200MP HP2 Sensor rein, kombiniert diesen aber mit einer müden 10MP 3x Telekamera. Das normale Fold8 stürzt mit seinem 50MP GNG Sensor noch weiter ab. Bei 2x Zoom ist da schlussendlich Schluss mit verlustfrei.
Beim Fold 9 Ultra soll sich das komplett drehen. Geplant ist wohl der neue 200MP HP6 Sensor für die Hauptkamera, gepaart mit einer 50MP IMX854 Periskop-Linse für einen echten 5x optischen Zoom.
Damit schließt Samsung die jahrelange Lücke zum normalen S-Ultra. Endlich. Der 5x Zoom übernimmt per Sensor-Crop auch gleich die 10x Vergrößerung. Ein cleverer Schritt zur Vereinfachung.
Der ehrliche Haken beim Gehäuse
Physik lässt sich nicht wegdiskutieren. Ein 50MP Periskop-Modul braucht Platz. Viel Platz.
Ein Brocken. Und jetzt? Pustekuchen mit „immer dünner“.
Wer echte Periskop-Power im Falt-Handy will, bekommt ein dickeres Gehäuse oder einen Kamerasockel, der wie eine Herdplatte aus dem Rücken ragt. Auf dem Tisch wackelt das Teil dann wie ein Schluck Wasser in der Kurve.
Wer 2.000 Euro für ein Smartphone verlangt, darf Kunden nicht länger mit Mittelklasse-Zoom-Linsen abspeisen. Der fette Kamerabuckel ist der Preis, den Samsung zahlen muss. Wer High-End verbauen will, muss mit dem Bauraum klarkommen.
Warum Samsung den Kamera-Wildwuchs beendet
Dass Falt-Smartphones bei Kameras jahrelang hinterherhinkten, lag nicht nur an der Bauhöhe. Es war eine knallharte Rechnung im Einkauf. Ein komplexes Falt-Scharnier frisst die Marge auf, weshalb Hersteller bei den Bildsensoren sparten. Dass Samsung die Setups von S27 Ultra und Fold 9 Ultra nun spiegeln will, zeigt ein Umdenken: Die parallele Entwicklung unterschiedlicher Kamera-Architekturen ist auf Dauer schlicht teurer als der Einkauf riesiger Stückzahlen identischer 200MP- und 50MP-Sensoren.
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