Samsung One UI 9: Galaxy S25 bekommt das S26-Feature – aber Samsung lässt sich beim Rest verdammt viel Zeit

Rückseite der Samsung Galaxy S25-Reihe in den farben grau, blau und weiß
Quelle: Samsung
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Samsung hat keine 24 Stunden nach dem offiziellen Debüt von One UI 9 die interne Beta für die Galaxy S25-Reihe angeworfen. Klingt nach Routine. Ist es aber nicht. Denn was da gerade auf dem koreanischen Server aufgetaucht ist, enthält ein Feature, das Samsung eigentlich als exklusives Verkaufsargument für die brandneue S26-Reihe positioniert hat.

Und genau das wirft eine Frage auf, die Samsung so nicht beantworten will: Warum zur Hölle bekommt das Vorjahres-Flaggschiff ein Feature, für das Leute gerade 1.000 Euro und mehr auf den Tisch legen?

Horizontal Lock: Vom S26-Argument zum S25-Nachschlag

Tech-Enthusiast Ablcuck hat den ersten internen Beta-Build für das Galaxy S25 Ultra aufgespürt, weitergegeben über @fahadalijaved. Der Build liegt auf dem koreanischen Server, was erfahrungsgemäß bedeutet: Die öffentliche Beta-Einschreibung könnte innerhalb der nächsten Tage starten. Samsung dürfte das Programm – wie bei früheren Zyklen – auch auf ältere Galaxy-Reihen ausweiten. Galaxy Z Flip 7 und Galaxy Z Fold 7 stehen ziemlich sicher auf der Liste.

Der eigentliche Kracher steckt aber im Detail. Horizontal Lock – dieses eine Feature, das Samsung beim Galaxy S26 als eines der größten Verkaufsargumente vor sich hergetragen hat – taucht im Beta-Firmware-Leak für die S25-Reihe auf. Für alle, die den Begriff noch nicht einordnen können: Horizontal Lock friert die Bildschirmausrichtung ein, egal wie man das Telefon dreht. Klingt banal. Im Alltag, wenn man das Handy auf dem Küchentisch liegen hat und ein Video schaut, während man nebenbei Gemüse schneidet, ist es der Unterschied zwischen „endlich Ruhe“ und „dieses verdammte Drehen schon wieder“.

Und hier wird es unbequem für Samsung. Ein Feature, das als Kaufanreiz für die neueste Generation dient, landet quasi zeitgleich auf dem Vorgänger. Das entwertet das S26-Argument. Punkt. Keine Relativierung. Wer sich die S26-Reihe unter anderem wegen Horizontal Lock geholt hat, darf sich zurecht fragen, wofür der Aufpreis eigentlich gut war. Samsung hat das Feature in die Beta gepackt – die Quelle merkt selbst an: „hoffentlich hält Samsung es am Leben“. Das ist kein Vertrauen. Das ist Hoffnung.

Minor Upgrade für die S26, echter Sprung für die S25

Auffällig ist die Schlagseite, die Samsung bei der Verteilung der One UI 9-Features fährt. Für die Galaxy-S26-Reihe fühlt sich One UI 9 laut den bisherigen Leaks wie ein kleineres Update an – die großen UI-Verfeinerungen und massiven Upgrades, die Samsung in der Vollversion zeigt, kommen dort erst mit späteren Beta-Builds nach. Für die S25-Reihe hingegen packt Samsung richtig was rein. Die geleakte Firmware zeigt etliche Verbesserungen, die den 2025er-Flaggschiffen spürbar mehr geben als ein reines Android 17-Update.

Das ist clever. Und gleichzeitig ein Eingeständnis. Samsung weiß, dass die S25-Reihe ein starkes Jahr hinter sich hat und die Besitzer nicht ohne Grund auf ein substanzielles Software-Update warten. Ein mageres Android 17-Overlay hätte da für Frust gesorgt. Also gibt es den Feature-Nachschlag. Ob das Kalkül ist oder schlicht die Tatsache, dass die S26-Hardware bestimmte UI-Elemente nativ mitbringt und die S25 sie per Software nachgezogen bekommt – das ist meine persönliche Einschätzung, keine bestätigte Information.

Der offizielle Rollout von One UI 9 startet in der ersten Augustwoche 2026. Die drei neuen Foldables – Z Flip 7, Z Fold 7 und das dritte Modell – werden mit stabilem Android 17 ausgeliefert. Alle bestehenden Geräte bekommen das Update „später“. Einen konkreten Zeitplan? Hat Samsung nicht geliefert. Nicht mal eine vage Quartalsangabe.

Warum Samsungs Beta-Tempo ein zweischneidiges Schwert ist

Was hier passiert, ist mehr als ein schneller Beta-Zyklus. Samsung komprimiert den Abstand zwischen offiziellem Software-Debüt und interner Gerätetests auf unter 24 Stunden. Das ist ein Tempo, das vor drei Jahren undenkbar war und direkt auf den Druck durch Googles eigene Pixel-Update-Kadenz zurückgeht. Google liefert Android-Hauptversionen seit Android 14 quasi am Tag der Ankündigung auf die Pixel-Geräte. Samsung kann sich den Luxus eines monatelangen Beta-Vorlaufs schlicht nicht mehr leisten, ohne im direkten Vergleich träge zu wirken.

Die Kehrseite dieser Beschleunigung: Je kürzer der Testzeitraum, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Features wie Horizontal Lock in der Beta landen, aber im stabilen Build wieder verschwinden. Die Quelle selbst formuliert das als Hoffnung, nicht als Erwartung. Samsung kauft sich mit dem schnellen Beta-Start Zeit für die öffentliche Wahrnehmung – „wir sind dran, wir sind schnell“ –, riskiert aber, dass die finale Auslieferung für Bestandsgeräte ohne konkreten Zeitplan zum Geduldsspiel wird. Für ein Unternehmen, das sieben Jahre Updates verspricht, ist ein vages „später“ bei der ersten großen Android-17-Welle ein schwaches Signal.

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