Samsung Galaxy Z Fold 8: Zweiklassengesellschaft und saftige Preise

Samsung Galaxy Z Fold 8 und Galaxy Z Fold 8 Ultra
Quelle: Samsung
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Samsung zieht bei den Falt-Smartphones die Daumenschrauben an. Das gewohnte High-End-Erlebnis wandert ab sofort unter das Label Galaxy Z Fold 8 Ultra, während das normale Galaxy Z Fold 8 ein breiteres Format ausprobiert. Und dabei ordentlich beschnitten wird. Wer gewohnte Technik will, zahlt ab sofort spürbar mehr.

Etikettenschwindel? Das Ultra ist der echte Nachfolger

Keine Experimente beim Topmodell. Wer das direkte Upgrade zum letztjährigen Fold 7 sucht, muss zwangsläufig zum Galaxy Z Fold 8 Ultra greifen. Außen verbaut Samsung ein 6,5 Zoll großes AMOLED-Display im schlanken 21:9-Format, während innen der 8 Zoll Bildschirm aufklappt. Bekannter Aufbau. Gewohnte Handhabung.

An der Kameraschraube hat sich kaum etwas gedreht. Hauptkamera mit 200 Megapixeln samt OIS, dazu eine 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und das gewohnte Teleobjektiv mit 10 Megapixeln für dreifachen optischen Zoom. Als Antrieb dient der neue Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy, versorgt von einem 5.000 mAh Akku. Neu ist die Unterstützung für den APV-Codec bei 8K-Aufnahmen. Nettes Extra. Der große Wurf bleibt aber aus.

Neuer Formfaktor bringt einen bitteren Haken

Völlig andere Wege geht das normale Galaxy Z Fold 8. Das Gehäuse fällt deutlich breiter und flacher aus. Ein 5,5 Zoll Außendisplay trifft auf einen 7,6 Zoll Innenscreen im 3:4-Format. Passt besser in die Hosentasche. Liegt griffiger in der Hand.

Aber der Preis für die Ergonomie ist hoch. Das Teleobjektiv wurde gestrichen. Es bleibt bei einer Dual-Kamera aus 50-Megapixel-Hauptkamera und 50-Megapixel-Ultraweitwinkel. Für ein Gerät knapp unter der Zweitausend-Euro-Marke ist dieser Verzicht eine echte Ansage im negativen Sinn. Kein optischer Zoom mehr im Falter. Schlicht enttäuschend.

Immerhin sinkt das Gewicht auf 201 Gramm, während der Akku 4.800 mAh fasst. Eine neue Titanschutz-Technologie aus einer Titanlegierungs-Folie und einer Titanplatte soll außerdem den Knick im Display flacher halten.

Preisschock an der Kasse: Bis zu 280 Euro Aufpreis

An der Kasse folgt die kalte Dusche. Das abgespeckte Galaxy Z Fold 8 startet bei 1.999 Euro mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher. Für 512 GB werden 2.199 Euro fällig, die Top-Variante mit 16 GB RAM und 1 TB kostet 2.599 Euro.

Noch heftiger schlägt das Galaxy Z Fold 8 Ultra ein. Hier geht es erst ab 2.199 Euro für 256 GB los. Das Modell mit 512 GB liegt bei 2.399 Euro, und das Spitzenmodell mit 1 TB lässt sich Samsung mit 2.799 Euro bezahlen. Das sind bis zu 280 Euro mehr als im Vorjahr. Ausgeliefert wird ab dem 3. August 2026.

Das Apple-Gespenst und die teure Chip-Krise

Warum der harte Schnitt bei den Modellen? Apple scharrt mit dem eigenen Falt-Smartphone in den Startlöchern. Samsung besetzt das flachere Format rechtzeitig auf dem Markt, um nicht bloß hinterherzulaufen. Damit das Basismodell preislich überhaupt unter dem Ultra bleibt, flog die Zoom-Kamera raus.

Zusätzlich schlagen die gestiegenen Einkaufspreise durch. Speicherbausteine und der Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy lassen die Fertigungskosten steigen. Samsung reicht diese Teuerung ohne Umwege an die Kunden weiter und nutzt den neuen Ultra-Namen als Schild gegen die Kritik.

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