Samsung Galaxy Watch 9 & Ultra 2: Schluss mit dem Exynos-Elend

Samsung Galaxy Watch 9 in weiß und Galaxy Watch Ultra 2 in grau
Quelle: Samsung
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Jahrelang haben wir uns mit den hauseigenen Exynos-Chips in Samsungs Uhren rumgeärgert. Ruckler beim Wischen, müde Performance, überschaubare Akkulaufzeit. Bei den neuen Smartwatches fliegt das Thema jetzt endlich hochkant raus. Samsung setzt komplett auf Qualcomms Snapdragon Wear Elite. Überfällig.

Im Alltag zählt für mich genau eine Sache: Läuft die Kiste flüssig und wie schnell muss ich abends wieder an die Ladesäule? Wer sich beim Vorgänger über die träge Bedienung gefreut hat – niemand –, bekommt jetzt endlich vernünftige Hardware ans Handgelenk.

Samsung Galaxy Watch Ultra 2: Akku-Monster mit Verspätung

Das neue Flaggschiff heißt Galaxy Watch Ultra 2. Ein echter Brocken. 47 mm Titangehäuse, mit 10,7 mm Tiefe aber immerhin 12 Prozent dünner als die alte Ultra.

Der Akku legt spürbar zu und fasst jetzt 800 mAh – saftige 35 Prozent mehr Kapazität. Dazu knallt das AMOLED-Display 5.000 Nits Spitzenhelligkeit aufs Saphirglas. Selbst bei praller Mittagssonne am Strand gibt’s keine Ausreden mehr.

Die Kehrseite? Samsung lässt sich das Outdoor-Spielzeug verdammt teuer bezahlen. 749 Euro rufen die Südkoreaner für die Ultra 2 auf, die es übrigens nur mit LTE gibt.

Richtig nervig wird es aber bei der Software. Die Uhr ist zwar nach EN13319 als Tauchcomputer zertifiziert und hält bis 10 ATM dicht. Nur: Die passende Diving-App für Aufstiegsgeschwindigkeiten und Tiefe fehlt zum Start. Teures Gerät verkaufen und die Kern-Funktionen erst irgendwann später im Jahr per Update nachreichen? Genau mein Humor.

Samsung Galaxy Watch 9: Leichtes Aluminium für den Alltag

Wer kein massives Titan-Monster braucht, greift zur normalen Galaxy Watch 9. Gehäuse aus Aluminium, zwei Größen: 40 mm und 44 mm. Unaufgeregt.

Beim Akku fällt das Update bescheidener aus. 390 mAh stecken in der kleinen Variante, 445 mAh im 44-mm-Modell. Reicht das für tagelange Trips ohne Steckdose? Pustekuchen. Für den normalen Tag muss das Plus von 20 Prozent gegenüber der Watch 8 reichen. Das Display leuchtet mit immerhin 3.000 Nits.

ModellGehäuse & DisplayAkku & SpeicherPreis (UVP)
Galaxy Watch Ultra 247 mm Titan, 5.000 Nits800 mAh, 64 GB749 € (nur LTE)
Galaxy Watch 9 (44 mm)44 mm Aluminium, 3.000 Nits445 mAh, 32 GB439 € / 489 € (LTE)
Galaxy Watch 9 (40 mm)40 mm Aluminium, 3.000 Nits390 mAh, 32 GB409 € / 459 € (LTE)

Beide Modellreihen nutzen den überarbeiteten BioActive Sensor unter Wear OS 7 und One UI 9 Watch, um Anzeichen von Schlafapnoe oder Umgebungslärm auszuwerten. Die Vorbestellungen laufen ab sofort, Marktstart ist am 7. August 2026.

Prozessor-Kehrtwende: Warum Samsung bei Wearables kapituliert

Dass Samsung bei seinen neuen Aushängeschildern komplett auf den 3-Nanometer-Chip von Qualcomm schwenkt, ist eine kleine Sensation. Jahrelang hielt man stur an der eigenen Exynos-Sparte fest. Schlicht um die Marge im eigenen Konzern hochzuhalten.

Der Wechsel zum Snapdragon Wear Elite zeigt unmissverständlich: Der Druck war am Ende einfach zu groß. Apple dominiert den Markt, Google gibt bei der Pixel Watch den Ton an. Für uns Android-Nutzer ist das eine verdammt gute Nachricht. Die Zeiten, in denen man für gute Performance zur Konkurrenz schielen musste, sind vorbei.

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