Samsung Galaxy Z Flip 8: Höhere Preise für Minitrimmung – war es das für die Reihe?

Samsung Galaxy Z Flip 8 mit Galaxy AI in 3 Farbvarianten
Quelle: Samsung
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Ich halte wenig von künstlicher Aufregung, aber Samsung lässt mich beim neuen Galaxy Z Flip 8 ratlos zurück. Für spürbar mehr Geld gibt es fast nur gewohnte Kost aus dem Vorjahr. Kameras und Akku verharren stur auf der Stelle, während die weltweite Speicherkrise die Preise treibt. Ist der Formfaktor des kompakten Klapp-Smartphones damit am Ende seiner Entwicklung angekommen?

Gleicher Akku, gleiche Kamera: Was liefert das Flip 8 wirklich?

Beim Blick auf das Datenblatt stellt sich Ernüchterung ein. Das innere 6,9 Zoll Dynamic AMOLED 2X Display löst weiter mit 2.520 x 1.080 Pixeln auf und schaltet variabel zwischen 1 und 120 Hz. Die schwarzen Displayränder sind auf 1,25 mm geschrumpft. Schlicht nett. Mehr aber auch nicht.

Beim äußeren 4,1 Zoll Super AMOLED Display tut sich technisch ebenfalls nichts. Das FlexWindow beherrscht immerhin ein paar neue Software-Tricks. Google Gemini rufe ich jetzt direkt über die Seitentaste auf. Im Alltag zählt für mich aber vor allem die Mechanik. Die Abspeckdiät tut dem Handgefühl richtig gut. Mit 180 Gramm wiegt das Gerät 8 Gramm weniger als das Flip 7. Zusammengeklappt misst das Gehäuse schmale 13,1 mm. Schlank.

Die Kamera-Hardware bleibt eine reine Kopie des Vorgängers. Die 50 Megapixel Hauptkamera knipst zusammen mit dem 12 Megapixel Ultraweitwinkel solide Fotos. Den Unterschied soll die ProVisual Engine im neuen Exynos 2600 machen. Pustekuchen. Beim Akku verharrt Samsung stur bei 4.300 mAh und mageren 25 Watt Ladeleistung per Kabel. Ein echter Haken. Im Alltag nervt es gewaltig: Nach einer halben Stunde an der Säule ist der Energiespeicher gerade mal zur Hälfte voll.

Die Preisklatsche aus Seoul: 100 Euro Aufschlag ohne Speicher-Bonus

Richtig schmerzhaft wird es beim Blick auf den Kontostand. Das Basismodell mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher kostet zur UVP satte 1.299 Euro. Für die Variante mit 512 GB Speicher verlangt Samsung 1.499 Euro. Das sind 100 beziehungsweise 180 Euro Aufpreis im Vergleich zum Vorjahresmodell mit identischer Ausstattung. Die Speicherkrise schlägt hier gnadenlos durch.

Quatsch sind dieses Jahr leider auch die Vorbesteller-Deals in Deutschland. Den gewohnten Rabatt durch eine Gratis-Speicherverdopplung hat man gestrichen. Wer sparen will, muss im Warenkorb den Code PAYPAL8 eintippen. Das bringt bis zu 200 Euro Rabatt. Die Aktion läuft aber nur bis zum 6. August 2026 und ist auf 5.000 Einlösungen limitiert. Wer ein Altgerät abgibt, bekommt maximal 980 Euro Eintauschprämie.

Falt-Müdigkeit: Warum das Flip-Konzept an Grenzen stößt

Das Z Flip 8 zeigt überdeutlich, dass die technische Entwicklung klassischer Klapp-Smartphones an eine physische Grenze stößt. Mehr Akku erfordert ein dickeres Gehäuse, doch die Kundschaft fordert schmalere Geräte. Kombiniert mit gestiegenen Komponentenpreisen für Speicherchips führt das zu Verkaufspreisen, die sich kaum noch über minimale Prozessorsprünge rechtfertigen lassen.

Dass in Branchenkreisen bereits über das Ende der Z Flip-Reihe spekuliert wird, kommt nicht überraschend. Der Fokus der Entwickler verlagert sich spürbar auf breitere Foldables und völlig neue Formfaktoren, während das Flip vom Innovationsträger zum reinen Renditebringer degradiert wird.

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