Google: Schluss mit Gratis-Speicher beim Android-Backup

Google dreht an der Preisschraube. Klammheimlich fliegen Daten aus dem Gratis-Kontingent, die jahrelang ohne Abzug in der Cloud landeten. Ein Haken mit Ansage.
Der finale Countdown für den Gratis-Speicher
Bisher war das Cloud-Backup eine entspannte Sache. Geräteeinstellungen, SMS und Anruflisten belegten keinen Platz auf dem persönlichen Google-Konto. Vorbei. In exakt 45 Tagen ist Schluss mit lustig. Google rechnet ab diesem Zeitpunkt jede App-Einstellung und jede Anrufliste knallhart auf das Speicherplatzlimit an. Wer das Limit überschreitet, erlebt eine böse Überraschung. Die automatische Sicherung pausiert sofort. Daten weg beim nächsten Geräteschaden? Absurd.
Detaillierte Schalter gegen die Speicherfalle
Google schickt aktuell Mails an alle Nutzer raus. Darin enthalten ist eine konkrete Prognose, wie viel Speicherplatz die Umstellung kosten wird. Bei mir sind es voraussichtlich 0,12 GB mehr. Klingt wenig. Ist aber bei einem fast vollen Gratis-Konto der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Immerhin liefert Google ab Android 9 jetzt detaillierte Schalter für das App-Backup. Ihr könnt jetzt endlich gezielt auswählen, welche Daten und welche einzelnen Apps in die Cloud wandern. Clever. Die Kehrseite bleibt jedoch der neue automatische Backup-Typ für Dokumente im Downloads-Ordner. Dieser schiebt alles direkt in euer Google Drive. Das spart keine Daten, sondern frisst Speicherplatz.
Der große Cloud-Hunger hinter den Kulissen
Dieser Schritt kommt nicht von ungefähr. Google vereinheitlicht seine Speicherrichtlinien radikal, um die Profitabilität der Google-One-Abos anzukurbeln. Die Zeiten, in denen Cloud-Speicher als unendliche Ressource verschenkt wurde, sind endgültig vorbei.
Hinter dieser Neuausrichtung steckt die gigantische Infrastruktur für neue Dienste. Ob Gemini Omni in Google Fotos oder das umbenannte Gemini Notebook – künstliche Intelligenz braucht unfassbare Mengen an Rechenpower und Speicherplatz. Nutzer über die Backups in kostenpflichtige Abos zu drängen, sichert Google die nötigen Einnahmen für die teure KI-Zukunft.
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