Google Pixel 11: 128 GB Basisspeicher und RAM-Kürzung droht
Beim kommenden Pixel 11 zeichnet sich ein technisches Paradoxon ab. Einerseits will Google mit dem Wechsel auf TSMCs 2-Nanometer-Fertigung für den Tensor G6 und das MediaTek M90 Modem endlich die alten Hardware-Sorgen begraben. Diese Basis soll anspruchsvolle Aufgaben wie die lokale Bildoptimierung bei Nachtaufnahmen oder Video Relight direkt auf dem Smartphone ermöglichen. Andererseits droht beim Arbeitsspeicher ein Rückschritt. Gerüchte sprechen von 12 GB RAM für das Pro-Modell, statt der bisherigen 16 GB. Grund dafür ist die sogenannte Chipflation, da KI-Server den Markt für Speicherbausteine leersaugen und die Preise treiben.
Dieser Sparkurs beim RAM kollidiert frontal mit dem Versprechen einer siebenjährigen Update-Garantie bis ins Jahr 2033. Schon heute fordern KI-Anwendungen wie der Camera Coach enorme Ressourcen. Ob ein Gerät mit reduziertem Arbeitsspeicher in sechs Jahren noch flüssig läuft, bleibt fraglich. Während Konkurrenten wie Samsung beim Galaxy S26 den Einstiegsspeicher auf 256 GB verdoppeln, scheint Google beim Basismodell stur an 128 GB festzuhalten. Davon bleiben nach Abzug von Android 16 und Systemdaten effektiv kaum 120 GB übrig. Wer viel filmt oder lokale KI-Modelle nutzt, stößt hier sofort an physikalische Grenzen.
Hinter der Entscheidung für den knappen Speicher steckt Kalkül. Ein volles Smartphone ist der effektivste Hebel, um Nutzer in kostenpflichtige Google-One-Abos zu drängen. Wer keine Lust auf ständiges Aussortieren von 4K-Videos hat, landet fast zwangsläufig bei der Cloud-Lösung. Da 999 Dollar als psychologische Preisgrenze für das Pro-Modell gelten, spart Google lieber an der Hardware-Ausstattung, als den Verkaufspreis zu erhöhen. Samsung wählte den umgekehrten Weg und verlangt für das S26 Plus nun 1099 Dollar, bietet dafür aber zeitgemäßen Speicherplatz.
Ein fairer Ausweg wäre eine klare Differenzierung. Google könnte eine Basis-Variante für Gelegenheitsnutzer anbieten und gleichzeitig eine echte Power-User-Edition mit 16 GB RAM und großem Flash-Speicher ins Regal stellen. So ließe sich der Preispunkt halten, ohne die Langlebigkeit für anspruchsvolle Kunden zu opfern. Bisher deutet die Leck-Lage jedoch auf einen harten Kompromiss hin. Ob sich diese Strategie bis zum Release im Spätsommer 2026 noch ändert, bleibt abzuwarten.
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