Google Pixel 11 Pro Fold: PR-Spitzen gegen Apple verdecken ein bitteres Downgrade

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Quelle: Evan Blass
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Google macht vor dem Event am 12. August genau das, worauf das Team in Mountain View am meisten Lust hat: Ein bisschen Stichelei gegen die Konkurrenz. Im neuen Teaser-Video zum Google Pixel 11 Pro Fold heißt es gewohnt frech: „To switch phones, you have to be open to what’s new. And to what opens.“ Klare Ansage in Richtung Cupertino – schließlich lässt das erste faltbare iPhone immer noch auf sich warten.

Nur verfliegt das Grinsen ziemlich schnell, wenn man den Blick von den Marketing-Clips auf die aktuellen Leaks lenkt. Da zeigt sich nämlich überraschend viel Stillstand. Ich bin echt gespannt, wie Google diesen Mix aus Feinschliff und Sparmaßnahmen auf der Bühne verkaufen will.

SpezifikationPixel 10 Pro FoldPixel 11 Pro Fold (Leaks)
Hauptdisplay8,0″ OLED, 120 Hz8,0″ OLED, 120 Hz
Außendisplay6,4″ OLED, 120 Hz6,4″ OLED, 120 Hz
ProzessorTensor G5Tensor G6
Arbeitsspeicher (Basis)16 GB RAM12 GB RAM (Downgrade)
Akku4.860 mAh4.800 mAh
Gehäusedicke (gefaltet)10,5 mm10,1 mm
Gewicht257 g239 g

Bekannte Technik im neuen Anstrich

Klar, das Gehäuse verliert ein paar Gramm und Millimeter: Gefaltet liegt das Teil jetzt bei 10,1 Millimetern und wiegt 239 Gramm. Auch der neue Farbton Pine sieht schick aus. Aber darunter? Da spiegelt sich fast 1:1 das Vorjahr wider. Das 6,4-Zoll-Außendisplay und das große 8-Zoll-Hauptdisplay (beide mit 120-Hz-OLED) bleiben praktisch unangetastet.

Beim Thema Kameras genau dasselbe Bild. Google verbaut erneut die vertraute Kombination aus 48-MP-Hauptkamera, 10-MP-Teleobjektiv mit 5-fach-Zoom und 10-MP-Ultraweitwinkel. Neu ist im Grunde nur Pixel Glow, eine LED-Blitz-Einheit mit RGB-Beleuchtung. Ein bunt leuchtendes Licht am Kamerabuckel statt echter Sensor-Upgrades? Da bin ich ehrlich gesagt skeptisch, ob das irgendwen hinterm Ofen hervorlockt.

Der Rotstift beim Arbeitsspeicher tut weh

Mit dem neuen Google Tensor G6 zieht zwar ein frischer Chip ein, aber beim Arbeitsspeicher rudert der Hersteller überraschend zurück. Wenn die Leaks stimmen, streicht Google beim Basismodell ganze 4 GB – der Arbeitsspeicher schrumpft von 16 GB auf magere 12 GB RAM.

Das ist vor allem deshalb unverständlich, weil Mountain View uns seit Monaten erzählt, wie wichtig viel RAM für lokale KI-Features wie Gemini Nano ist. Wenn ausgerechnet beim Zukunfts-Thema KI wegen gestiegener Speicherpreise am Weltmarkt auf einmal der Rotstift angesetzt wird, hinterlässt das einen faden Beigeschmack. Das riecht schlicht nach Margensicherung auf Kosten der Nutzer.

Dass dann auch noch der Akku minimal auf 4.800 mAh schrumpft, macht die Sache nicht besser. Mal sehen, ob die effizientere Fertigung des Tensor G6 das in der Praxis auffangen kann. Auf die finalen Preise bei der Präsentation bin ich extrem gespannt – denn ein technisches Downgrade beim Speicher zum saftigen Premium-Preis wird sich die Community kaum schönreden lassen.

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