Google Pixel: Android 16 QPR3 drosselt Ladetempo kurz vor der 80-Prozent-Marke
Google bremst die Pixel-Smartphones beim Laden seit dem neuesten Android 16 QPR3 Update deutlich aus. Wer die Funktion zur Begrenzung auf 80 Prozent nutzt, erlebt kurz vor dem Ziel eine zähe Überraschung. Messungen von betroffenen Nutzern zeigen, dass die Ladeleistung ab etwa 77 Prozent von stabilen 12 Watt auf kümmerliche 0,8 Watt zusammenbricht. Das führt dazu, dass ein Pixel 10a für die letzten drei Prozentpunkte bis zu eine Stunde benötigt. Was viele Besitzer für einen Softwarefehler hielten, stellt sich nun als bewusste Entscheidung der Entwickler heraus.
Im offiziellen Issuetracker bestätigt Google, dass es sich um eine gezielte Änderung handelt. Diese Maßnahme soll die langfristige Gesundheit des Akkus schützen. Das Unternehmen betont, dass dieser langsame Ladevorgang den Alltag nicht einschränken sollte. Aktuell arbeite man bereits an einer Verfeinerung dieser Benutzererfahrung. Dennoch schloss Google das Ticket umgehend ab, was bei der Community auf Unverständnis stößt. Viele fordern eine Option, dieses extreme Tröpfelladen in den Einstellungen manuell deaktivieren zu können.
Das neue Verhalten sorgt für handfeste Probleme beim sogenannten Bypass-Laden. Diese Technik versorgt das Gerät direkt über das Netzteil mit Strom, sobald der Zielwert erreicht ist. Da der Akku nun jedoch kaum noch die volle 80-Prozent-Marke knackt, wenn das Handy gleichzeitig in Benutzung ist, startet der Bypass-Modus oft gar nicht. Der Akku wird so permanent minimal be- und entladen, was den eigentlichen Schoneffekt ins Gegenteil verkehrt. Besonders bei rechenintensiven Aufgaben bleibt das Smartphone in einer endlosen Ladeschleife hängen.
Die Historie der Pixel-Akkus bleibt damit um eine Kuriosität reicher. Bereits im letzten Jahr gab es erweiterte Reparaturprogramme für aufgeblähte Zellen beim Pixel 7a und Software-Patches gegen Überhitzung beim Pixel 4a und 6a. Auch die automatische Reduzierung der Ladespannung nach 200 Zyklen gehört seit April 2025 zum Repertoire der Akkupflege. Google geht beim Schutz der Hardware offenbar lieber auf Nummer sicher.
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