Google Pixel Tag: Drei Jahre Verspätung für 35 Euro

Google Pixel Tag am Schlüsselanhänger
Quelle: Google
Verpasse keine News, folge mir auf WhatsApp, Mastodon oder Google News

Jahrelang hat Google beim Thema Bluetooth-Tracking gepennt und das Feld kampflos Apples AirTags überlassen. Auf dem Made by Google 2026 Event schieben die Kalifornier jetzt endlich ihren eigenen Tracker nach: den Google Pixel Tag.

Ab dem 11. November kommt der winzige Anhänger für 29 Dollar – bei uns voraussichtlich 35 Euro – in den Handel. Der 4er-Pack schlägt mit 99 Dollar zu Buche. Das wurde aber auch verdammt noch mal Zeit!

Kein Akkumüll: Die Knopfbatterie siegt über das Design

Mit 5,4 Millimetern Gehäusedicke und der Pille-Form in der Farbe Fog sieht das Teil zwar schick aus, aber der eigentliche Gewinn liegt im Detail. Google verzichtet auf fest verbaute Akkus und setzt auf eine stinknormale CR2032-Knopfbatterie.

Ein kleiner Dreh an der Plastikrückseite reicht aus, um die Zelle nach über einem Jahr Laufzeit selbst zu wechseln. Zusammen mit dem nach IP67 geschützten Gehäuse aus Polycarbonat und Metall hält der Anhänger auch Schlamm und kurze Tauchgänge aus.

Zentimeter-Suche mit Haken: Wer profitiert vom Tracking?

Technisch packt Google das volle Programm aus. Neben Bluetooth kommt Ultra-Wideband (UWB) sowie Bluetooth Channel Sounding zum Einsatz. Damit klappt die zentimetergenaue Nahbereichssuche bis zu einer Distanz von 50 Metern direkt über das Smartphone-Display.

Über den integrierten Lautsprecher lässt sich der Tag piepsen hören, während ein physischer Button am Tracker umgekehrt das verlegte Smartphone anpingen kann. Das Problem: Die präzisen UWB-Features setzen ein modern ausgestattetes Android-Gerät voraus. Zwar läuft die Basis-Ortung ab Android 9, aber wer Zentimeter-Präzision will, muss neuere Hardware besitzen.

Ob man das wirklich braucht, wenn Anker und Tile die Lücke längst besetzt haben? Für reine Android-Nutzer ist die tiefe Systemintegration samt Fast Pair und „Left Behind“-Warnung ein echter Gewinn – preislich ist das Angebot fair, kommt aber schlicht Jahre zu spät.

Google bevorzugte Quelle Schmidtis Blog Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen

Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert