Hyundai Ioniq V: Schicke Hülle, lahmer Kern und alte Heckklappen-Sorgen

Hyundai IONIQ V 2026
Quelle: Hyundai
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Eigentlich sieht der Hyundai Ioniq V auf den ersten ungeschminkten Aufnahmen aus China richtig gut aus. Fernab von glattgebügelten Messe-Präsentationen bewahrt die Form ihren Reiz, doch beim genaueren Hinsehen bröckelt die Fassade gewaltig.

Wer hoffte, dass Hyundai aus den Fehlern der Vergangenheit lernt, wird beim Blick auf die Heckklappe enttäuscht. Die Spaltmaße wirken auf den Behördenfotos derart schief, dass man sich fragt, wie so ein Fahrzeug überhaupt für offizielle Aufnahmen freigegeben werden konnte. Das ist kein Problem eines Vorserienmodells, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch die Modellgeschichte. Besitzer des aktuellen Ioniq 5 kennen das Theater mit der Klappe nur zu gut; dass Hyundai hier offenbar keine Besserung liefert, hinterlässt einen faden Beigeschmack beim Thema Qualitätssicherung.

Unter dem Blech setzt sich die Ernüchterung fort. Die schnittige Optik verspricht eine Dynamik, die der Antrieb nicht einlösen kann. Zwar bleibt Hyundai seiner 800-Volt-Architektur treu, was schnelles Laden theoretisch ermöglicht, kombiniert diese aber mit einer günstigen LFP-Batterie. Das drückt zwar die Kosten, limitiert aber die Leistungsfähigkeit spürbar. Mit einer Systemleistung von gerade einmal 168 kW reißt der Wagen keine Bäume aus. Wer auf der Autobahn mitschwimmen will, merkt schnell, dass Hyundai den Riegel früh vorschiebt. Bei 165 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit bereits erreicht. Für ein Elektroauto dieser Generation und in diesem Segment wirken solche Eckdaten fast schon konservativ und bremsen die Vorfreude derer aus, die mehr als nur ein schickes Stadtauto suchen.

Die Entscheidung für den günstigen Akku-Typ bei gleichzeitiger Leistungsbegrenzung deutet darauf hin, dass Hyundai das Modell eher über den Preis als über technische Brillanz verkaufen möchte. Das wäre völlig legitim, wenn die Verarbeitung am Ende den Erwartungen an ein modernes E-Auto entsprechen würde. Wenn man aber schon bei den offiziellen Registrierungsfotos sichtbare Mängel an der Karosserie entdeckt, schwindet das Vertrauen in die restliche Technik.


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