April-Zulassungen 2026: Elektroautos sammeln weiter Marktanteile

Wer heute auf deutsche Straßen blickt, sieht vor allem eines: Hochbeinige Karossen mit Stecker. Die aktuellen Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes für den April 2026 belegen diesen Eindruck schwarz auf weiß. Insgesamt wurden knapp 250.000 Neuwagen zugelassen, was einem schmalen Zuwachs von 2,7 Prozent entspricht. Der eigentliche Treiber war diesmal nicht die übliche Flotte der Dienstwagen, sondern der Privatkunde, der wieder öfter zum Händler spazierte. Während das gewerbliche Umfeld fast schon lethargisch auf dem Niveau des Vorjahres verharrte, sorgt das Privatgeschäft für das nötige Grundrauschen in den Autohäusern.
An der Spitze der Nahrungskette bleibt Volkswagen einsam, auch wenn die Wolfsburger fast jeden fünften Neuwagen verkaufen. Mit 18,5 Prozent Marktanteil ist VW zwar unangefochten, spürt aber den kalten Atem rückläufiger Zahlen im Nacken. Auch BMW und Ford mussten Federn lassen, was die Stimmung in den Konzernzentralen trüben dürfte. Ganz anders die Lage bei Audi und Mini, die zweistellige Zuwächse verbuchten. Ein echtes Kuriosum liefert Smart: Die Marke schoss prozentual durch die Decke, spielt aber bei real unter tausend Autos eigentlich kaum eine Rolle für das Gesamtbild. Bei den Importeuren festigt Skoda seine Stellung als Liebling der Deutschen, während Seat spürbar an Boden verliert.
Der Trend zum SUV ist inzwischen kein Trend mehr, sondern der Standard. Mittlerweile ist jedes dritte neu zugelassene Auto ein solches Modell, gefolgt von den üblichen Verdächtigen der Kompakt- und Kleinwagenklasse. Ein echtes Beben gab es hingegen in der Camping-Ecke. Die Zulassungen für Wohnmobile krachten um fast 25 Prozent ein. Es scheint, als sei die große Freiheit auf vier Rädern erst einmal gesättigt oder für viele schlicht zu teuer geworden.
Die eigentliche Zeitenwende spielt sich jedoch unter der Haube ab. Wer noch auf reinen Diesel oder Benziner setzt, gehört einer aussterbenden Gattung an. Die Verbrenner ziehen sich immer weiter zurück, während Elektroautos (BEV) mit einem Plus von über 40 Prozent förmlich explodieren. Jeder vierte Neuwagen fährt inzwischen rein elektrisch. Nimmt man die Hybride dazu, die fast 40 Prozent des Kuchens beanspruchen, wird klar: Das Auto mit klassischem Auspuff ist am Ende der Fahnenstange angekommen.
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