Google Pixel 11 Pro (XL) vorgestellt: Anstieg bei Preis und Akku
Google hat am heutigen 12. August 2026 das Pixel 11 Pro und das Pixel 11 Pro XL offiziell enthüllt. Wer auf ein Preis-Wunder gehofft hatte, wird direkt enttäuscht. Der Einstiegspreis klettert scheinbar unverändert bei 1.199 Euro für das Pro und 1.399 Euro für das Pro XL los – doch das ist ein Trugschluss.
Google streicht schlichtweg die bisherige 128-GB-Einstiegsversion und zwingt Käufer direkt zum 256-GB-Modell. Unterm Strich bedeutet das eine versteckte Preiserhöhung um 100 Euro. Dazu halbiert Google das Gratis-Testabo für Google AI Pro von zwölf auf sechs Monate. Wer die Maximalausstattung mit 1 TB Speicher will, legt beim Pro XL unfassbare 1.789 Euro hin.
Tensor G6 bekommt endlich die verdiente Kühlung
Ein echter Lichtblick im Datenblatt ist das Kühlsystem des neuen Tensor G6. Google verbaut in den Pro-Modellen erstmals eine Dampfkammer (Vapor Chamber). Das wurde aber auch Zeit, denn die Vorgänger litten unter Last regelmäßig an Hitzewallungen.
Beim Arbeitsspeicher macht Google allerdings halbe Sachen. Die Basismodelle mit 256 GB Speicher speist man mit 12 GB RAM ab. Erst wer zu den teureren Varianten mit 512 GB oder 1 TB greift, bekommt die volle Ladung von 16 GB RAM. Das schmeckt gewaltig nach künstlicher Beschneidung für die billigeren Modellvarianten.

LED-Blinklicht auf der Rückseite und helleres Display
Neues Vorzeigefeature ist das sogenannte HiLight: Ein LED-Kranz um den Kamerablitz, der in verschiedenen Farben leuchtet, wenn Anrufe von Lieblingskontakten eingehen oder Gemini im Hintergrund zuhört. Ob man ein bunter Disko-Licht auf der Smartphone-Rückseite im Alltag wirklich braucht, darf bezweifelt werden.
Beim Bildschirm schraubt Google die Spitzenhelligkeit auf beeindruckende 3.600 Nits hoch. Das 6,3-Zoll-Panel des Pro und das 6,8-Zoll-Panel des Pro XL bieten ansonsten die gewohnte 1 bis 120 Hz LTPO-Technik. Trotz der Werbung mit „doppelt so kratzfestem Glas“ bleibt es bei Gorilla Glas Victus 2.
Kamera bringt echten Mehrwert durch Sofort-Nachtsicht
Bei den Kameras liefert Google ab. Zwar bleibt die 50-MP-Hauptkamera nominell gleich groß (1/1.3-Zoll-Sensor), aber das 48-MP-Teleobjektiv bekommt einen deutlich größeren Sensor spendiert. Die Folge: 32 Prozent mehr Lichteinfall und ein digitaler 120-facher Pro Zoom.
Der echte Star im Alltag ist jedoch die neue Sofort-Nachtsicht. Dank der aufgemotzten TPU-Rechenleistung verarbeitet die Kamera-App Nachtfotos 4,5-mal schneller als bisher. Kein sekundenlanges Warten mehr im Dunkeln. Auch bei Videos legt Google nach und erlaubt über die Server-Optimierung eine Stabilisierung in 8K-Auflösung.

Schrumpf-Akku und Verkaufsstart
Unverständlich bleibt die Akku-Politik. Der Stromspeicher im Pixel 11 Pro schrumpft leicht auf 4.850 mAh (XL: 5.115 mAh). Geladen wird das kleine Pro weiterhin mit mageren 30 Watt, das XL schafft 45 Watt. Immerhin ist kabelloses Laden per Pixelsnap mit 25 Watt an Bord.
Der Verkaufsstart erfolgt am 20. August 2026. Ein Upgrade lohnt sich nur für Besitzer eines Pixel 9 oder älter. Wer den Kauf plant, sollte zwingend die Vorbesteller-Aktionen nutzen: Im Google Store gibt es durch Trade-In-Boni derzeit bis zu 980 Euro für Altgeräte zurück.
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