Google Pixel 11 vorgestellt: Mogelpackung beim Einstiegspreis?

Google Pixel 11 in den 4 Farben Frost, Pistachio, Hibiscus und Obsidian
Quelle: Google
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Punkt Mitternacht hat Google die elfte Generation seiner Smartphone-Flotte enthüllt. Das neue Google Pixel 11 sieht auf den ersten Blick aus wie ein solides Update, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen aber als kaufmännischer Trick.

Offiziell bleibt der Startpreis bei unveränderten 999 Euro. Was Google in der PR-Abteilung als großzügiges Speicher-Upgrade verkauft, ist in Wahrheit eine Preiserhöhung durch die Hintertür. Die bisherige 128-GB-Variante gestrichen, startet das Basismodell zwar direkt mit 256 GB Speicher und 12 GB RAM – wer jedoch einfach nur den günstigsten Einstieg in die aktuelle Pixel-Welt sucht, zahlt ab sofort effektiv 100 Euro mehr.

Tensor G6: Mehr KI-Power, aber lahmes Kabel-Laden

Unter der Haube arbeitet der neue Tensor G6, der im modernen 2nm-Verfahren gefertigt wird. Google verspricht 20 Prozent weniger Energieverbrauch und einen Leistungssprung der TPU um 50 Prozent für lokale Gemini-KI-Funktionen. Zusammen mit dem leicht vergrößerten Akku auf 4.985 mAh dürften die Zeiten knapper Laufzeiten endlich der Vergangenheit angehören.

Enttäuschend bleibt dagegen die Ladegeschwindigkeit am Kabel: Maximal 30 Watt sind im Jahr 2026 schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Immerhin liefert Google beim drahtlosen Laden ab: Das neue magnetische Pixelsnap basiert auf dem Qi2.2-Standard und schaufelt die Energie jetzt mit bis zu 25 Watt rahmenlos ins Gehäuse. Das wurde aber auch Zeit.

Kamera-Upgrade mit künstlicher Feature-Sperre

Bei der Hardware der Hauptkamera setzt Google auf einen spürbar größeren 48-MP-Sensor im 1/1,56-Zoll-Format mit f/1.7-Blende, der satte 56 Prozent mehr Licht einfängt als das Modul des Vorgängers. Die Hardware von Ultraweitwinkel (13 MP) und Teleobjektiv (10,8 MP mit 5-fach optischem Zoom) bleibt hingegen unangetastet auf dem Stand des Pixel 10.

Besonders ärgerlich für Käufer des Standardmodells ist die künstliche Software-Kastration. Wichtige Funktionen wie der neue Sofort-Nachtsicht-Modus oder die praktische Pixel Glow-Hardware an der Rückseite sperrt Google exklusiv für die teureren Pro-Modelle. Ob man das wirklich braucht? Bei einem Smartphone für knapp tausend Euro ist diese künstliche Beschneidung eine reine Margetaktik, um Kunden zum teureren Modell zu drängen.

Sieben Jahre Support retten ein durchwachsenes Paket

Ausgeliefert wird das Gerät mit Android 17 und dem gewohnt starken Versprechen von 7 Jahren OS- und Sicherheits-Updates. Das 6,3 Zoll große Actua-OLED-Display liefert mit bis zu 3.000 Nits Spitzenhelligkeit hervorragende Ablesbarkeit im Sonnenlicht, bleibt bei der variablen Bildwiederholrate (60 bis 120 Hz) aber hinter echten LTPO-Displays zurück, die bis auf 1 Hz herunterregeln können.

Unterm Strich liefert Google solide Hardware-Evolution, verärgert Bestandskunden jedoch mit gestrichenen Einstiegs-Speichergrößen und künstlichen Software-Sperren.

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