Google Pixel Watch 5 vorgestellt: 20 Euro Aufpreis für ein Mini-Upgrade
Google hat die Pixel Watch 5 offiziell vorgestellt, aber die Begeisterung hält sich in engen Grenzen. Wer auf eine Akku-Revolution oder ein frisches Design gehofft hat, schaut tief in die Röhre. Statt echter Innovationen gibt es verhaltene Modellpflege zum höheren Preis.
Besonders beim kleineren Modell schlägt Google eiskalt zu: Die Pixel Watch 5 (41 mm) wird um 20 Euro teurer und schlägt jetzt mit 419 Euro (Wi-Fi) beziehungsweise 519 Euro (LTE) zu Buche. Die 45-mm-Variante bleibt immerhin stabil bei 449 Euro (Wi-Fi) und 549 Euro (LTE). Preislich leider völlig daneben, wenn man bedenkt, wie überschaubar die tatsächlichen Änderungen ausfallen.
Mehr Speicher, aber alter Chip unter der Haube
Unter dem Gehäuse werkelt nach wie vor der Snapdragon W5 Gen 2, ergänzt durch einen Cortex-M55-Coprozessor. Google spricht zwar von rund 20 Prozent mehr Leistung, baut aber im Grunde auf der gleichen Chip-Basis wie im Vorjahr auf. Immerhin: Der Arbeitsspeicher wächst um 50 Prozent auf 3 GB RAM und der interne Speicher wird auf 64 GB verdoppelt.
Im Zusammenspiel mit Wear OS 7.0 und der tiefen Integration von Gemini Intelligence läuft das System zwar spürbar flüssiger, aber das ist reine Feinarbeit. Das wurde aber auch Zeit, denn 32 GB Speicher waren für offline genutzte Musik und Apps schlicht nicht mehr zeitgemäß.
Unveränderte Akkulaufzeit trotz Minimal-Plus
Auch beim Akku gibt es wenig Grund zum Jubeln. Das kleine Modell bekommt winzige 7 mAh mehr und landet bei 332 mAh, während der Stromspeicher der 45-mm-Version um 10 mAh auf 465 mAh anwächst. Auf dem Papier klingt das nett, in der Praxis bewirkt dieser homöopathische Zuwachs rein gar nichts.
Die Laufzeiten bleiben unverändert: Das 41-mm-Modell schafft maximal 30 Stunden mit Always-On-Display (48 Stunden im Energiesparmodus), die 45-mm-Uhr kommt auf 40 Stunden (72 Stunden im Energiesparmodus). Auch bei den Ladezeiten tut sich nichts – 45 Minuten für die kleine und 60 Minuten für die große Variante bis zur Vollladung sind bestenfalls Durchschnitt.
Lebensrettende Sensoren als einziger Lichtblick
Der einzig echte Fortschritt liegt im Bereich Sicherheit und Gesundheit. Neben Satelliten-Notrufen führt Google erstmals eine automatische Erkennung von Atemnotfällen ein. Reagiert der Träger bei einem drastischen Sauerstoffabfall nicht mehr, wählt die Smartwatch selbstständig den Notruf – eine Funktion, die im Ernstfall Leben retten kann.
Dazu gesellen sich das präzisere Zweifrequenz-GPS sowie neue KI-Zusammenfassungen für Blutdrucktrends und Insulinresistenz. Doch ob man das wirklich braucht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für Besitzer einer Pixel Watch 4 lohnt sich das Upgrade jedenfalls an keiner Stelle.
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