Hyundai Staria Elektro: 800 Volt trifft auf Akku-Geiz

schräge Frontansicht des Hyundai Staria
Quelle: Hyundai
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Das Raumschiff Hyundai Staria kam vor ein paar Jahren nicht als elektrisches Flaggschiff Ioniq-Flotte auf den Markt, stattdessen war es „erst einmal“ nur ein Verbrenner. Doch nun ist die Zeit gekommen: Jetzt schiebt Hyundai die reine E-Variante nach – und lässt beim Preis direkt die Muskeln spielen.

Unter 57.450 Euro geht beim Hyundai Staria Elektro überhaupt nichts los. Wer es etwas luxuriöser mag, greift zur Variante „Prime“ ab 63.650 Euro. Für die absolute Top-Version namens „Calligraphy“ verlangt Hyundai sogar stolze 66.950 Euro. Und das Beste an der aktuellen Preisgestaltung? Konfigurieren lässt sich zum Start ausschließlich das teuerste Topmodell. Preislich leider völlig daneben! Ähnlich wie schon beim Ioniq 9 langst der Hersteller hier im Oberklasse-Segment mächtig zu.

Ein 84-kWh-Akkupaket für eine Schrankwand auf Rädern

Technisch verbauen die Koreaner immerhin echte Leckerbissen: Dank der verbauten 800-Volt-Architektur ballert der Staria Elektro am DC-Schnelllader in extrem flotten ca. 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Im Langstrecken-Alltag ist das ein absoluter Segen. Der Knackpunkt liegt allerdings tief im Unterboden.

Dort steckt ein Akku mit gerade einmal 84 kWh Kapazität. Für eine aerodynamische Schrankwand dieser Bauform ist das extrem knapp bemessen. Hyundai gibt eine geschätzte WLTP-Reichweite von bis zu 400 km an (stellenweise ist von maximal 430 km die Rede). In der harten Realität auf der Autobahn dürften davon bei Richtgeschwindigkeit kaum mehr als 250 bis 300 Kilometer übrig bleiben. Da hätte es für einen echten Familienbus schlichtweg mehr Akkuzellen gebraucht.

2.000 kg Anhängelast und smarte V2L-Features

Dafür stimmt die übrige Hardware. Der 160 kW (218 PS) starke Elektromotor sorgt für ausreichend Vortrieb. Ein echtes K.-o.-Kriterium für viele Camper und Handwerker wird positiv bedient: Der Staria darf bis zu 2.000 kg Anhängelast an den Haken nehmen.

Zusätzlich packt Hyundai praktische Gadgets ein. Über die integrierte Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) lassen sich externe 230-Volt-Geräte direkt am Auto betreiben. Zusammen mit 100-W-USB-Anschlüssen und einem digitalen Fahrzeugschlüssel ist das beim Camping extrem nützlich. Ob man das wirklich braucht? Für die Zielgruppe definitiv ein Mehrwert.

Im großzügigen, loungeartigen Innenraum („Multi-Open-Space“) blickt man auf zwei 12,3-Zoll-Displays mit dem aktuellen „ccNC“-Infotainment inklusive Over-the-Air-Updates (OTA). Ähnlich wie wir es beim Ioniq 3 gesehen haben, modernisiert Hyundai die Cockpits konsequent. Die Homologation steht vor der Markteinführung zwar noch aus, aber klar ist schon jetzt: Ein günstiges Schnäppchen für die Großfamilie wird der elektrische Staria garantiert nicht.

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