iPhone Ultra: Astronomischer Preis und fehlende Features

iPhone Fold Ultra Mockup
Quelle: X/Twitter @UniverseIce
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Wenn John Ternus am Mittwochabend seine erste Keynote als neuer Apple-Chef abhält, steht das erste faltbare iPhone im Zentrum aller Blicke. Ich habe mir die frischen Leaks und Berichte vor dem Event genauer angeschaut, und die Ernüchterung folgt sogleich. Der geplante Falter fordert nicht nur finanzielle Höchstleistungen von Interessenten, sondern verlangt auch bei der Hardware spürbare Zugeständnisse.

Produktionskrise trifft astronomischen Verkaufspreis

Die Gerüchte aus der Zuliefererkette sprechen eine deutliche Sprache. Der Einstiegspreis für das Falt-Smartphone soll bei weit über 2.000 Euro liegen, manche Branchenkenner rechnen sogar mit bis zu 2.500 Euro. Dieser extreme Preis dürfte die Kaufbereitschaft stark ausbremsen, selbst wenn das Interesse an der neuen Geräteklasse hoch ausfällt.

Trotz der verhaltenen Nachfrage drohen Käufern von Beginn an extrem lange Lieferzeiten. Die Fertigung hakt gewaltig. Anstelle der kalkulierten fünfstelligen Tagesproduktion verlassen derzeit nur einige hundert Exemplare pro Tag die Werkshallen. Grund dafür sind Apples extrem strenge Qualitätsanforderungen an Scharnier und Display, um spätere Defekte im Alltag strikt zu vermeiden.

Ob der Konzern das interne Ziel von bis zu zehn Millionen verkauften Geräten bis Ende des Jahres erreicht, erscheint unter diesen Bedingungen völlig unrealistisch. Schon im Vorfeld zeichnete sich ab, wie extrem die Display-Fertigung für das iPhone Ultra das Gesamtvolumen drosseln könnte.

Rotstift bei Kamera, SIM-Karte und Face ID

Obwohl erste Tester das 7,6 Zoll große Innendisplay im August lobten, müssen Käufer bei der Ausstattung überraschend viele Abstriche hinnehmen. Ausgerechnet das Kamera-System schrumpft. Auf eine dedizierte Tele-Linse verzichtet Apple komplett. Die Hauptkamera nutzt lediglich ein Weitwinkel- und ein Ultraweitwinkel-Objektiv, was die optischen Zoom-Fähigkeiten stark beschneidet.

Zusätzlich streicht Apple womöglich den physischen SIM-Karten-Schacht. Wie schon beim iPhone Air könnten Nutzer komplett auf ein eSIM-Profil angewiesen sein. Wer einen Mobilfunkanbieter nutzt, der keine digitalen SIM-Karten unterstützt, schaut in die Röhre. In den USA gehört der Verzicht seit Jahren zum Standard, in Europa ist dieser Schritt weiterhin gewöhnungsbedürftig.

Damit nicht genug: Anstelle der gewohnten Face-ID-Funktion soll ein klassischer Fingerabdruck-Sensor zum Einsatz kommen. Auch auf den beliebten Action-Button verzichtet das Gerät wohl. Selbst bei der Namensgebung herrscht Verwirrung. Nach iPhone Fold und iPhone Ultra tauchte zuletzt die Bezeichnung iPhone Duo in den Berichten auf.

Die extremen Hürden bei Produktion und Preisgestaltung erinnern stark an die Debatten rund um frühere Gerüchte, als ein unbezahlbarer Luxus-Schock für das Falt-iPhone erstmals durch die Fachpresse sickerte. Am Mittwochabend bringt die Keynote schließlich die finale Gewissheit.

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