KI statt Apps: Warum Google Android jetzt neu erfinden muss

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Quelle: Google
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Wir bedienen Smartphones seit fast zwei Jahrzehnten auf die immer gleiche Weise: Wir suchen bunte Quadrate auf einem Bildschirm und tippen darauf. Dieses Konzept, das mit dem ersten iPhone seinen Siegeszug antrat, steht nun vor der Ablösung. Die Zukunft gehört nicht neuen Gehäusen oder klobigen Datenbrillen, sondern einer völlig neuen Art der Software-Steuerung. Anstelle von dutzenden Einzelanwendungen übernehmen intelligente Agenten die Koordination unseres digitalen Alltags.

Dass dieser Wandel unmittelbar bevorsteht, zeigen die aktuellen Pläne der Branchenriesen. Amazon arbeitet an einer Neuauflage des Fire Phone, die ohne klassischen App-Store auskommt. Zeitgleich kooperiert OpenAI mit Hardware-Herstellern, um ein Gerät zu entwickeln, das ChatGPT direkt in den Mittelpunkt stellt, statt Funktionen hinter App-Icons zu verstecken. Selbst das junge Unternehmen Nothing hat das Ende herkömmlicher Android-Apps bereits öffentlich prophezeit. Das Smartphone bleibt uns als Werkzeug zwar erhalten, doch seine Bedienlogik wird entkernt.

Für Google bedeutet dieser Umbruch ein massives Risiko für das eigene Geschäftsmodell. Der Konzern verdient Milliarden mit dem Play Store und dem damit verknüpften Ökosystem. Dennoch bereitet man sich in Mountain View aktiv auf die Zeit nach der App vor. Die Eintrittshürden für den Store wurden gesenkt, während die Entwicklung von KI-Oberflächen und der Agenten-Funktion Gemini vorangetrieben wird. Intern scheint die Priorität für klassische Android-Anwendungen längst gesunken zu sein. Auf der kommenden Android Show will Google demonstrieren, wie sich das Betriebssystem transformiert, um im Wettbewerb gegen agile KI-Start-ups ohne Software-Altlasten zu bestehen.

Auch bei Apple deutet sich eine Zäsur an. Der anstehende Wechsel an der Unternehmensspitze fällt in eine Phase, in der das iPhone als wichtigste Einnahmequelle durch den Software-Wandel unter Druck gerät. Wer diesen Übergang zu einer agentenbasierten Steuerung unterschätzt oder zu lange an alten Strukturen festhält, wird den Anschluss verlieren. Das Zeitalter, in dem wir für jede Aufgabe ein eigenes Programm öffnen mussten, geht zu Ende.


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