LG Rollable im Teardown-Video: So funktioniert die OLED-Mechanik des geheimen Roll-Smartphones

LG Rollable
Quelle: LG
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Im Jahr 2021 zog LG den Stecker und beendete die eigene Smartphone-Produktion. Dieser Schritt beerdigte ein extrem spannendes Projekt kurz vor dem geplanten Marktstart. Das LG Rollable erschien nie im regulären Handel. Der Hersteller verteilte lediglich eine winzige Stückzahl an die eigenen Mitarbeiter. Der YouTuber JerryRigEverything zerlegt dieses seltene Gerät nun vor laufender Kamera in seine Einzelteile.

Der Blick ins Innere offenbart den Mut der damaligen Ingenieure. LG wollte die nervige Falte klassischer Foldables komplett umgehen. Ein flexibles OLED-Panel rollt sich stattdessen auf Knopfdruck aus dem rechten Gehäuserand heraus. Das Smartphone wächst dadurch von handlichen 5,5 Zoll auf ein 7,5 Zoll großes Tablet an. Im eingefahrenen Zustand rutscht der restliche Bildschirm auf die Rückseite unter eine schützende Glasscheibe. Nutzer bedienen dieses Teilstück dann als praktisches Zweitdisplay für Benachrichtigungen oder Selfie-Vorschauen.

Die komplexe Konstruktion unter der Haube stellt eine enorme Herausforderung dar. Zwei winzige Elektromotoren treiben eine federbelastete Struktur mit drei Armen an. Feingliedrige Zahnräder greifen ineinander. Feine Bürsten am Rand blockieren Staub und Schmutz vor dem empfindlichen Panel. Der Hersteller testete dieses System laut eigenen Angaben für 200.000 Bewegungen. Die feine Mechanik wirkt in der Realität dennoch stark überkonstruiert und verzeiht im rauen Alltag vermutlich keine Fehler.

Die restliche Hardware entspricht dem typischen Flaggschiff-Standard aus dem Jahr 2021. Eine 64-Megapixel-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung fängt die Motive ein. Ein 12-Megapixel-Ultraweitwinkelsensor ergänzt das Setup. Ein Akku mit 4.500 mAh liefert den Strom. Ein klassischer Fingerabdrucksensor sitzt auf der Rückseite. LG baute in der Vergangenheit oft verrückte Konzepte wie das rotierende LG Wing. Das unvollendete Rollable beendet diese Tradition endgültig und verstaubt als spannendes Stück Technikgeschichte in den Archiven.

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