Motorola Edge 70 Pro: 6.500 mAh, vier 50-MP-Linsen und eine komplett neue Haptik-Philosophie

Motorola schlägt ein neues Kapitel auf. Statt reiner Spec-Sheets rückt die Haptik in den Vordergrund. Der Hersteller nennt das „Collections by Motorola“, und den Auftakt macht das Edge 70 Pro. Mit 7,19 Millimetern Bauhöhe und 190 Gramm liegt es flach in der Hand, eingefasst in ein vierseitig gewölbtes Gehäuse. Die Rückseiten sollen sich nach Stoff anfühlen, nicht nach Glas. Zwei Farbvarianten stehen zum Verkaufsstart bereit: Pantone Zinfandel mit Seidengefühl und Sangria-Akzenten, sowie Pantone Titan, das an Wolle erinnert und mit Orient-Blau kontrastiert wird. Später folgen Chicory Coffee mit Holzoptik und Lily White in Acetat-Anmutung.
Das Gerät kostet 799 Euro, in der Schweiz 799 Franken. Dafür liefert Motorola ein Display, das selbst bei praller Sonne lesbar bleibt: 6,8 Zoll, extreme AMOLED-Technik, 1,5K-Auflösung und eine Spitzenhelligkeit von 5.200 Nits. Die Bildwiederholung erreicht 144 Hertz. Eine Pantone-validierte Farbkalibrierung soll echte Farbtreue gewährleisten, zusätzlich gibt es eine SGS-Zertifizierung für niedrige Blaulichtabstrahlung.
Bei den Kameras fährt der Hersteller eine Vierfach-Konfiguration mit je 50 Megapixeln auf. Der Sony LYTIA 710 hinter der Hauptoptik arbeitet mit optischer Stabilisierung und KI-gestützter Bildverarbeitung. Ein Periskop-Tele liefert die gleiche Auflösung, einen 3,5-fachen optischen Zoom – das entspricht 81 Millimetern Kleinbildäquivalent – und erlaubt digital einen bis zu 50-fachen KI-Super-Zoom. Wer es weitwinklig mag, bekommt 122 Grad Sichtfeld, zugleich dient diese Linse als Makro-Kamera. Vorn löst die Selfie-Kamera ebenfalls mit 50 Megapixeln auf und zeichnet 4K-Video auf.
Unter der Haube sitzt ein MediaTek Dimensity 8500 Extreme im 4-Nanometer-Verfahren, gepaart mit maximal 12 Gigabyte LPDDR5X-RAM. Eine Vapor-Chamber samt verbessertem Wärmeleitgel soll die CPU-Temperatur um bis zu 10 Grad drücken. Den Ton geben Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos aus.
Der Akku fällt ungewöhnlich üppig aus: 6.500 Milliamperestunden, realisiert mit Silizium-Kohlenstoff-Technologie. Motorola verspricht 78 Stunden Musikstreaming, 29 Stunden Videowiedergabe und 26 Stunden Gaming. Geladen wird kabelgebunden mit 90 Watt via USB-C, drahtlos mit 15 Watt. Externe Geräte versorgt das Edge 70 Pro mit bis zu 5 Watt, sowohl kabelgebunden als auch kabellos.
Als Betriebssystem kommt Android 16 zum Einsatz, angereichert mit den „moto ai“-Funktionen. Motorola sichert drei große Versionssprünge zu und liefert fünf Jahre lang Sicherheitspatches im Zwei-Monats-Rhythmus. Gegen äußere Einflüsse ist das Gerät nach IP68 und IP69 abgedichtet und erfüllt den Militärstandard MIL-STD-810H. Vorn schützt Corning Gorilla Glass 7i.
Bemerkenswert: Motorola senkt den CO₂-Fußabdruck eigenen Angaben zufolge um ein Viertel gegenüber der Vorgängerreihe. Der Mittelrahmen besteht aus vollständig recyceltem Aluminium, insgesamt stecken 74 Prozent recyceltes Metall im Gehäuse. Auch die Kamerahalterungen greifen auf wiederverwerteten Kunststoff zurück, und die Verpackung verzichtet komplett auf Plastik, setzt stattdessen auf Sojatinte und Recyclingkarton. Holzwerkstoff-Komponenten sollen die Langlebigkeit erhöhen.
Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen
Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Ich hoffe mal das Motorola mit seiner Preisgestaltung komplett auf die Nase fällt