Nothing Phone (2a): Android 17 startet – doch der Weg nervt

Nothing OS 5.0 Android 17 Header
Quelle: Nothing
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Nothing zieht das Tempo an und schiebt das nächste große System-Upgrade überraschend schnell hinterher. Nur wenige Tage nach der Flaggschiff-Freigabe dürfen jetzt auch die Mittelklasse-Smartphones ran: Die offizielle Open Beta für Nothing OS 5.0 auf Basis von Android 17 ist live. Wer mitmachen will, bekommt das Update allerdings nicht einfach serviert, sondern muss zwingend manuell nachhelfen.

Die Testrunde gilt ab sofort für das Nothing Phone (2a) und das Nothing Phone (2a) Plus. Ein einfacher Fingertipp in der normalen Systemaktualisierung reicht dafür nicht aus, denn Nothing knüpft den Zutritt an strikte Voraussetzungen.

Damit der Sprung auf die Testversion gelingt, müssen diese vier Schritte exakt passen:

  1. Systemversion prüfen: Auf dem Standardmodell muss mindestens der Build Pacman-B4.1-260813-0941 laufen, auf dem Plus-Modell zwingend PacmanPro-B4.1-260813-0941.
  2. APK installieren: Die offizielle Nothing Beta Hub V2.0 APK direkt von der Nothing-Website herunterladen und als Sideload einrichten.
  3. Beta freischalten: In den Android-Einstellungen zu Einstellungen > System > Nothing Beta Hub navigieren, auf Check version tippen und mit Join Beta registrieren.
  4. OTA anstoßen: Nach etwa fünf Minuten erscheint das Installationspaket regulär unter den Systemeinstellungen als Download.

Dass bei der Server-Kommunikation Geduld gefragt ist, überrascht erfahrene Nutzer kaum. Ich erinnere mich noch gut daran, wie beim ersten Beta-Start überlastete Server von Nothing für zähe Ladebalken sorgten. Bringt also ein paar Minuten Zeit mit, falls der Download nicht sofort anspringt.

Vor dem Klick auf Aktualisieren gibt es von mir eine unmissverständliche Ansage: Zieht vorher ein vollständiges Backup auf einen externen Speicher. Eine Beta bleibt eine Baustelle mit Hängern, App-Fehlern und schwankendem Akkuverbrauch. Der Rückweg zur stabilen Software ist über dieselbe App per Request Rollback zwar technisch machbar, bügelt das Gerät aber komplett glatt. Ein Werksreset ist beim Downgrade unumgänglich – alle Daten sind danach weg.

Frische Lucent-Optik und endlich getrennte Wischgesten

Auf dem Bildschirm tut sich einiges, und Nothing rückt wieder näher an seine ursprüngliche Design-Identität heran. Mit Geist führt der Hersteller eine eigene Systemschriftart ein, die das Interface spürbar kantiger und moderner wirken lässt. Dazu gesellt sich das neue Lucent-Design, das mit transluzenten Menüschichten arbeitet und App-Icons farblich an das Hintergrundbild angleicht. Für die Rückseite spendiert Nothing den Geräten jetzt sogar eine komplett eigenständige Glyph-App.

Die spürbarste Veränderung im Alltag betrifft jedoch die Wischgeste vom oberen Displayrand: Benachrichtigungen und Schnelleinstellungen sind ab sofort in zwei getrennte Bereiche aufgeteilt. Das verlangt von Android-Gewohnheitstieren zwar etwas Umgewöhnung, wischt sich in der Praxis aber extrem aufgeräumt und verhindert Fehlklicks. Dazu gesellen sich Live-Aktivitäten direkt in der Statusleiste sowie neue Uhrenstile für den Sperrbildschirm, darunter das verspielte Gooey-Zifferblatt.

Viele dieser Neuerungen spiegeln den über 80 Neuerungen in Nothing OS 5.0 wider, die Nothing schrittweise verteilt. Die Beta liefert allerdings noch nicht das komplette Feuerwerk ab. Die neue Micrographics-Uhr und die finale Startseiten-Überarbeitung spart sich der Hersteller für den stabilen Release auf. Der angekündigte Essential Apps Builder sowie Echtzeit-Übersetzungen in Essential Voice folgen ebenfalls erst bis zum Jahresende.

Sieben Tage Zeitfenster vor dem finalen November-Release

Ewig Zeit lassen darf man sich beim Ausprobieren nicht: Das Anmeldefenster im Beta Hub bleibt lediglich sieben Tage offen. Danach schließt Nothing den Kanal wieder, um das Nutzer-Feedback bis zum finalen Release auszuwerten. Der lässt nicht lange auf sich warten: Bereits für Mitte November 2026 ist die stabile Version für das Nothing Phone (2a) und das Nothing Phone (2a) Plus angesetzt.

Dass die Londoner diesen Takt durchziehen, überrascht wenig, da der offizielle Update-Zeitplan für Nothing OS 5 genau diesen zügigen Ablauf vorsah. Die zwei bis drei Wochen Abstand zum Flaggschiff haben handfeste technische Gründe. In beiden 2a-Smartphones takten Chipsätze von MediaTek, was eine separate Treiber-Abstimmung verlangt. Dass diese Anpassung so schnell steht, ist eine beachtliche Ansage an die Konkurrenz.

Für Nutzer der 2a-Modelle ist diese kurze Wartezeit sogar von Vorteil. Die groben Schnitzer wurden bereits auskuriert, als Nothing vor wenigen Tagen die finale Version von Nothing OS 5.0 für das Phone 3 freigab. Das teurere Topmodell diente als Testballon. Die Mittelklasse steigt jetzt direkt mit einer spürbar gereiften Softwarebasis in den Testlauf ein.

Schneller Fahrplan für neue Modelle, Endstation für Klassiker

Die Roadmap für die kommenden Wochen steht ebenfalls fest. Schon im Dezember 2026 startet die Open Beta für das Nothing Phone (4b). Noch schneller geht es beim Nothing Phone (3a) Lite und dem CMF Phone 2 Pro: Beide Geräte überspringen die öffentliche Betaphase komplett und erhalten das finale Update direkt zwischen Ende Dezember 2026 und Mitte Januar 2027.

Gleichzeitig markiert Nothing OS 5.0 jedoch einen harten Schnitt im Portfolio. Für das originale Nothing Phone (1), das Nothing Phone (2) und das CMF Phone 1 gibt es kein Android 17 mehr. Der Hersteller stellt den Plattform-Support für diese Generationen planmäßig ein. Das ist bitter, aber keine Überraschung, da bereits im Frühjahr feststand, welche Geräte das Android 17 Update erhalten. Wer gehofft hatte, Carl Pei würde aus Kulanz noch ein weiteres großes Android-Update nachschieben, schaut endgültig in die Röhre.

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