Pixel 11 Pro Fold: Google plant offenbar Downgrade bei Akku und Speicher
Wer bereit ist, weit über tausend Euro für ein faltbares Smartphone auf den Tisch zu legen, erwartet in der Regel das technisch Machbare ohne Kompromisse. Beim kommenden Google Pixel 11 Pro Fold zeichnet sich jedoch ein Trend ab, der Fans langer Laufzeiten sauer aufstoßen könnte. Aktuelle Leaks deuten darauf hin, dass Google die Akkukapazität spürbar reduziert. Mit nur noch 4.658 Milliamperestunden schrumpft der Energiespeicher im Vergleich zum direkten Vorgänger deutlich. Vermutlich opfert Google hier wertvolles Volumen für ein noch dünneres Gehäusedesign, was im Alltag schlichtweg bedeutet, dass man früher an das Netzkabel muss.
Interessant ist die Entwicklung beim Arbeitsspeicher. Während das aktuelle Modell noch standardmäßig mit 16 Gigabyte RAM ausgeliefert wird, plant Google für die neue Generation offenbar auch eine Variante mit 12 Gigabyte. Das ist eine klare Reaktion auf die steigenden Einkaufspreise für Speicherchips. Für den Käufer ist das eine schlechte Nachricht: Entweder bleibt der Preis gleich bei schlechterer Ausstattung, oder Google schiebt ein künstlich beschnittenes Einstiegsmodell nach, um die Marge zu retten. Wer das volle Potenzial nutzen will, muss dann wahrscheinlich noch tiefer in die Tasche greifen, um die gewohnten Leistungswerte zu erhalten.
Bei den Displays hingegen scheint Google keine halben Sachen zu machen. Das äußere OLED-Panel soll mit bis zu 2.450 Nits eine enorme Helligkeit erreichen und eine Bildwiederholrate von 60 bis 120 Hertz bieten. Das innere Falt-Display geht sogar noch einen Schritt weiter und deckt dank LTPO-Technik das Spektrum von einem bis 120 Hertz ab. Das ist auch notwendig, um den kleineren Akku durch intelligente Bildratenanpassung halbwegs zu kompensieren. Fotografisch gibt es erste Hinweise auf einen neuen Hauptsensor mit dem Codenamen chemosh, über dessen Qualität am Ende wie gewohnt die Software-Algorithmen von Google entscheiden werden.
Die offizielle Enthüllung wird traditionell für den August erwartet. Bis dahin bleibt die Erkenntnis, dass auch bei High-End-Foldables der Rotstift regiert. Ob ein schlankeres Gehäuse den Verzicht auf Akku-Power und RAM rechtfertigt, muss jeder Nutzer für sich selbst entscheiden, sobald die ersten Testgeräte im Alltag beweisen müssen, wie lange sie ohne Stromzufuhr wirklich durchhalten.
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