Google Pixel 11 Pro XL im DXOMARK: Starke Fotos, schwache Videos

Google Pixel 11 Pro XL with Gemini Intelligence
Quelle: Google
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Knapp 1.409 Euro ruft Google für das neue Pixel 11 Pro XL auf. Da muss die Kamera nicht nur abliefern, sie muss rasieren. Die Kamera-Nerds von DxOMark haben den Brocken durch ihr Testlabor gejagt und bescheinigen ihm 168 Punkte. Das reicht für Platz 5 auf der globalen Bestenliste. Ein solides Ergebnis, aber wer gehofft hat, dass Google den Thron erobert, wird enttäuscht.

Das Pixel pariert zwar exakt das Apple iPhone 17 Pro und das Oppo Find X8 Ultra, muss sich aber den chinesischen Schwergewichten wie dem Huawei Pura 80 Ultra und der Vivo X300-Serie klar geschlagen geben. Preislich leider völlig daneben, wenn man für so viel Geld nicht das absolute Nonplusultra im Android-Lager bekommt.

Hardware-Recycling trifft auf fette Sensoren

Schauen wir unters Blech: Google spart sich bei der 50-Megapixel-Hauptkamera (1/1,3 Zoll) ein echtes Hardware-Upgrade und übernimmt das Modul direkt vom Vorgänger. Das wurde aber auch Zeit, dass zumindest der Rest gepimpt wird! Die Periskop-Tele-Kamera (48 MP) mit fünffachem optischen Zoom und die Ultraweitwinkel-Knipse (48 MP) bekommen spürbar größere Sensoren spendiert.

Und das bringt im Alltag tatsächlich was: Die Tele-Kamera zieht merklich mehr Details aus der Ferne, während der Dynamikumfang und die natürlichen Hauttöne – typisch Pixel – wieder auf Top-Niveau abliefern. Weniger geil: Die Ultraweitwinkel-Kamera bleibt das Stiefkind des Trios. Wenig Details und ein viel zu harter Kontrast versauen hier öfter mal den perfekten Shot. Ob man für dieses halbgare Kamera-Setup wirklich 1.400 Euro hinblättern muss? Ich sage: Wer das Pixel 10 Pro hat, kann ganz entspannt aussitzen.

Selfie-König mit echten Schönheitsfehlern

Ein echter Lichtblick ist die Vorderseite. Die 42-Megapixel-Frontkamera ballert sich mit 151 Punkten fast an die absolute Spitze und muss nur dem iPhone 17 Pro (154 Punkte) knapp den Vortritt lassen.

Aber Vorsicht: Wenn das Licht schwindet, schraubt die Google-Software die Schärfe bei Gesichtern künstlich so extrem hoch, dass es unnatürlich und überschärft wirkt. Dazu kommt sichtbares Bildrauschen und eine Tiefenschärfe, die für ordentliche Gruppen-Selfies im Pub oft einfach nicht ausreicht.

Beim Video sieht Google nur die Rücklichter

Die richtig bittere Pille kommt zum Schluss. Im Video-Modus sieht das Pixel 11 Pro XL im direkten Vergleich mit dem iPhone 17 Pro absolut keinen Stich. Schwächen bei der Bildstabilisierung, Ruckler bei schnellen Bewegungen und Matsch-Qualität im Low-Light-Bereich kosten extrem viele Punkte.

Apple spielt hier beim Filmen (172 zu 162 Punkte beim Pixel) weiterhin in einer völlig anderen Liga. Mein Fazit: Das Pixel 11 Pro XL ist ein starker Allrounder für Fotografie-Fans, aber wer ernsthaft und viel filmt, greift gnadenlos weiterhin zum iPhone.

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