Poco F9 Ultra: Sound-Monstrum trifft auf Chip-Mogelpackung

Poco schlägt wieder zu und präsentiert mit dem Poco F9 Pro sowie dem Poco F9 Ultra zwei neue Oberklasse-Smartphones. Wer allerdings meint, dass hier nur die Bildschirmdiagonale skaliert, fällt auf ein fieses Datenblatt-Manöver herein. Xiaomi packt im Pro-Modell klammheimlich einen beschnittenen Prozessor auf die Platine.
Snapdragon 8 Elite Gen 5 V Series: Der versteckte GPU-Kahlschlag
Poco wirbt beim Poco F9 Pro großspurig mit dem Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5. Im Kleingedruckten verbirgt sich jedoch die sogenannte V Series, und die hat es in sich. Während die CPU-Kerne identisch bleiben, hat Qualcomm die Adreno-840-GPU von drei auf zwei GPU-Slices kastriert und den schnellen HPM-Grafikspeicher von 18 MB auf 12 MB gekürzt.
Das bedeutet in der Praxis: Bei Alltags-Apps merkt kein Mensch den Unterschied, aber wer anspruchsvollere Games mit Raytracing über längere Zeit zockt, verliert beim Pro spürbar an Performance. Nur im Poco F9 Ultra werkelt der echte, unbeschnittene Top-Chip. Ob man das wirklich braucht? Für Gelegenheitszocker reicht das Pro, aber transparent ist diese Chip-Nomenklatur definitiv nicht.
8.050 mAh Akku und echter Bose-Subwoofer im Gehäuse
Wo das Poco F9 Ultra dafür kompromisslos abliefert, ist bei der Hardware-Verpflegung. Das Ultra ist zwar mit 235 Gramm ein massiver Brocken, packt aber einen gigantischen 8.050 mAh Silizium-Carbon-Akku unter die Glasfaser-Rückseite. Das Pro begnügt sich mit 6.330 mAh. Beide laden mobil mit 100 Watt HyperCharge per Kabel sowie 50 Watt kabellos.
Der eigentliche Hammer im Ultra ist jedoch das Audiosystem. Zusammen mit Bose verbaut Poco ein 2.1-Kanal-System mit eigenem Subwoofer direkt im Gehäuse. Ein integrierter LED-Lichtring um die Kamera rundet die Show ab. Das Pro besitzt zwar ebenfalls Bose-Abstimmung, muss sich aber mit normalen Stereo-Lautsprechern begnügen. Der klangliche Unterschied ist gewaltig.
Kamera-Abspeckung und deftige Preisschilder ab 1.099 Euro
Auch bei den Kameras trennt sich die Spreu vom Weizen: Zwar bieten beide Modelle eine 200 MP Hauptkamera mit OIS, doch danach spart Poco beim Pro deutlich an der Optik. Statt einer 50 MP Periskop-Telekamera mit 5x optischem Zoom verbaut das Pro nur eine 50 MP 2.5x Telelinse. Die Ultraweitwinkel-Kamera fällt beim Pro sogar von 50 MP auf mickrige 8 MP ab.
Preislich leider völlig daneben: Das Poco F9 Ultra ruft regulär saftige 1.099,90 Euro (12 GB / 256 GB) bis 1.399,90 Euro (16 GB / 1 TB) auf. Das Poco F9 Pro liegt bei 899,90 Euro (12 GB / 256 GB). Einzig die Early-Bird-Aktion vom 01. bis 21. September 2026 rettet das Preis-Leistungs-Verhältnis: Zum Verkaufsstart fällt das Ultra auf 829,90 Euro und das Pro auf 739,90 Euro.
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