Smart #2: Die Rückkehr des echten Elektro-Stadtflitzers

Jahrelang hat Smart seine Kundschaft mit tonnenschweren Elektro-SUVs wie dem #1, #3 oder #5 auf die Folter gespannt. Jetzt lenkt die Marke endlich ein: Im Oktober feiert die Serienversion des Smart #2 auf dem Pariser Autosalon ihre offizielle Weltpremiere. Ich sage es direkt frei Schnauze: Da warten viele Fans der Marke bestimmt schon ganz tierisch drauf!
Statt nostalgischem Retro-Kitsch bringt der Nachfolger des Ur-Fortwo knallharte Pragmatik für den urbanen Alltag. Smart-Designer Sylvain Wehnert betont zwar, man wollte die Marken-DNA bewahren, hat das Konzept aber konsequent auf heutige Sicherheits- und Nutzeransprüche getrimmt.
Kompakte Maße dank cleverem Packaging
Mit 2,75 Metern Länge, 1,67 Metern Breite und einem Radstand von 1,89 Metern bleibt der #2 ein absoluter Zwerg auf der Straße. Dank der neu entwickelten Electric Compact Architecture (ECA) wandern die Räder nach dem Prinzip „Wheels-to-the-Corners“ extrem weit nach außen.
Was bringt dir das im Alltag? Einen extrem hohen „Body Space Index“. Übersetzt aus dem PR-Sprech bedeutet das: Außen quetschst du dich in jede Parklücke, in der andere Autos kapitulieren, während du innen überraschend viel Bewegungsfreiheit hast.
LFP-Akku von CATL und solide Basis-Leistung
Bei der Technik verzichtet Smart glücklicherweise auf teuren Schnickschnack, um den Preis im preissensiblen Einstiegssegment nicht völlig abdriften zu lassen. Den Antrieb übernimmt ein 60-kW-Elektromotor (82 PS), der den 1.130 kg leichten Stromer auf maximal 140 km/h beschleunigt. Mehr braucht kein Mensch in der City.
Als Stromspeicher dient eine 35,7-kWh-LFP-Batterie vom Branchenriesen CATL. Das reicht laut Hersteller für knapp 300 Kilometer Reichweite. Am Schnelllader geht es in rund 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Ein grundsolider Wert für Kurz- und Mittelstrecken.
Halo-Roof statt Tridion-Showbox
Die prägende Tridion-Sicherheitszelle des Ur-Smart existiert aus Sicherheitsgründen zwar im Verborgenen weiter, wird optisch aber von einem zweifarbigen, scheinbar schwebenden „Halo Roof“ abgelöst. Das wirkt moderner und spart in der Produktion Kosten.
Dass der Zweisitzer erst jetzt kommt, begründet Smart damit, dass man die Marke erst über größere Segmente neu etablieren wollte. Entwickelt wurde der Wagen zusammen mit Geely im rasanten „China-Speed“ inklusive KI-Einsatz im Designprozess. Wenn im Oktober auch noch der Preis stimmt, könnte der Smart #2 das erste wirklich sinnvolle Stadt-E-Auto seit Jahren werden.
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