Renault: Elektro-Boom erzwingt 350 neue Jobs

Während bei Volkswagen in Zwickau die Bänder stillstehen und Hallen schrittweise geräumt werden, dröhnen in Frankreich die Fertigungsanlagen. Renault kann sich vor Nachfrage nach seinen kompakten Stromern kaum retten und baut die Belegschaft im Werk „ElectriCity“ in Douai aus. 350 neue Mitarbeiter werden eingestellt – ein deutliches Signal in einer kriselnden Branche.
Bezahlbare Retro-Stromer schlagen deutsche Luxus-Strategie
Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Während deutsche Hersteller jahrelang auf tonnenschwere, überteuerte Elektro-SUVs setzten, bedient Renault konsequent das Segment unter 30.000 Euro. Mit Modellen wie dem Renault 5 E-Tech, dem R4 und dem kommenden elektrischen Twingo treffen die Franzosen den Nerv der Käufer.
Gekoppelt mit dem französischen Sozialleasing – das kleine Elektroautos für unter 100 Euro im Monat unters Volk bringt – verzeichnet der Hersteller Rekordzahlen. Die Umstellung der Einstiegsversionen auf günstigere LFP-Technologie drückt die Produktionskosten extrem nach unten. VW hat dieser Kombination aktuell schlicht nichts entgegenzusetzen.
Die harten Fertigungszahlen aus dem Werk Douai
Wie massiv die Bänder in Frankreich laufen, belegen die offiziellen Produktionsdaten aus dem Jahr 2025. Der Standort Douai spuckte Fahrzeuge im Akkord aus:
- Renault 5: 87.522 Einheiten
- Renault Scenic E-Tech: 35.687 Einheiten
- Renault Megane E-Tech: 17.660 Einheiten
Selbst der radikale Schritt, den Megane E-Tech komplett auf LFP-Akkus und Facelift umzustellen, zahlt sich nach anfänglichen Durststrecken aus. Die Werke sind ausgelastet.
Technisches Upgrade bringt mehr Reichweite am Schnelllader
Auf den Lorbeeren ruht sich der Konzern allerdings nicht aus. Für die aktuellen Modelle steht in den kommenden Monaten ein umfangreiches technisches Upgrade an. Neue Akku-Zellchemie und überarbeitete Inverter sollen mehr Antriebsleistung, eine höhere Ladeleistung und spürbar mehr Reichweite liefern.
Für den Alltag bedeutet das: Weniger Zeit an der Schnellladesäule und stabilere Ladekurven bei kalten Temperaturen. Wer bisher wegen fehlender Langstreckentauglichkeit bei kleinen E-Autos gezögert hat, bekommt demnächst schlagkräftige Argumente geliefert.
Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen
Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!
