Samsung: Galaxy S26 wird ab Oktober teurer

Koreanische Medien berichten von einer klaren Ansage: Zum 1. Oktober sollen die Preise der gesamten Galaxy S26-Reihe in Südkorea spürbar anziehen. Ein Mobilfunkanbieter hat seine Vertriebspartner bereits über die neuen Verkaufspreise informiert. Samsung selbst hält sich noch bedeckt und betont, dass eine endgültige Entscheidung noch ausstehe. Geprüft werde aber tatsächlich eine Anpassung wegen gestiegener Komponentenpreise.
Die Zahlen liegen auf dem Tisch. Alle drei Modelle sollen jeweils um 149.600 Won teurer werden – umgerechnet rund 96 Euro. Das Galaxy S26 mit 256 GB klettert damit von 1.254.000 Won auf 1.403.600 Won. Umgerechnet bedeutet das einen Sprung von etwa 806 auf 902 Euro. Beim S26+ mit 256 GB geht es von 1.452.000 auf 1.601.600 Won, also von rund 933 auf 1.029 Euro. Das S26 Ultra mit 256 GB steigt von 1.797.400 auf 1.947.000 Won – von etwa 1.155 auf 1.251 Euro. Die koreanischen Listenpreise liegen ohnehin spürbar unter den deutschen. Sollte sich die Erhöhung bestätigen, bleibt die Frage offen, wie schnell sie auch hierzulande durchschlägt.
Speicherkrise als bequemer Hebel
Als Gründe nennt der Bericht gestiegene Kosten für Halbleiter und weitere Bauteile sowie ungünstige Wechselkurse. Besonders mobile Prozessoren und Speicherchips sind teurer geworden. Die anspruchsvolleren On-Device-KI-Funktionen treiben den Bedarf an leistungsfähigerer Hardware und damit die Produktionskosten zusätzlich nach oben. Parallel dazu könnte Samsung den Preisabstand zur iPhone-Serie verkleinern wollen. Apple hat vor wenigen Tagen die Preise für die älteren Modelle iPhone 17 und iPhone 16 ebenfalls angehoben. Die Branche steckt insgesamt in derselben Zwickmühle.
Samsung baut Speicher selbst und verdient auf der Halbleiterseite ordentlich mit. Die Smartphone-Sparte kauft die Chips intern aber zu Marktpreisen ein. Genau das hatten wir schon im Frühsommer erlebt, als Samsung im Juni an der Preisschraube für das Galaxy S26 drehte. Damals ging es ebenfalls um die DRAM-Krise und Aufschläge von mindestens 100 Euro. Jetzt folgt der nächste Dreh – und diesmal noch vor dem Start der nächsten Generation.
Die Partner in Korea kritisieren den Schritt deutlich. Die Nachfrage nach der S26-Reihe geht im Heimatmarkt bereits zurück. Wer im Sommer noch zugeschlagen hat, tat das oft mit dem Blick auf 2027: Viele rechneten damit, dass sich beim S27 technisch wenig ändert und die Preise weiter steigen. Samsung hat das damals offenbar hingenommen. Jetzt will man mehr verdienen oder verhindern, dass niemand mehr das kommende Modell kauft.
Europa wartet noch – aber nicht ewig
Konkrete Informationen zu einer Preisanpassung in Europa oder der Schweiz liegen noch nicht vor. Sollte Samsung in Südkorea tatsächlich zum 1. Oktober erhöhen, dürfte der Schritt in weiteren Regionen aber nur eine Frage der Zeit sein. Die Speicherkrise 2026 hat die gesamte Branche fest im Griff. RAM und Flash-Speicher sind durch den KI-Boom extrem teuer geworden. Viele Hersteller haben die Kosten bereits weitergegeben. Samsung war bisher relativ zurückhaltend – zumindest offiziell.
Ob die Kunden eine weitere Erhöhung mittragen, bleibt abzuwarten. Der Handel könnte versuchen, die Preise kurz vor dem Nachfolger künstlich unten zu halten. Realistisch sieht das eher nach einem weiteren Schritt in die gleiche Richtung aus. Wir beenden das Jahr so, wie wir es begonnen haben: Alles wird teurer. Und 2027 dürfte das Galaxy S27 kaum günstiger starten.
Samsung prüft die Anpassung intern und betont, dass noch nichts final beschlossen sei. Die Vertriebspartner haben die neuen Preise allerdings schon auf dem Tisch. Das klingt nach mehr als einer reinen Prüfung. Wer aktuell noch mit dem Kauf eines S26 liebäugelt, sollte die Entwicklung in den kommenden Wochen genau beobachten.
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