Samsung Galaxy Z Fold 8, Flip 8, Watch 9 & Watch Ultra 2: Geleakte Preise verpassen der Vorfreude einen Dämpfer

Samsung Galaxy Unpacked Teaser für den 22. Juli 2026
Quelle: Samsung
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Wer gehofft hat, Falt-Smartphones würden endlich spürbar günstiger, kriegt jetzt eine Abfuhr. Kurz vor dem Unpacked-Event am 22. September sind die Europreise durchgesickert. Der portugiesische Händler PCDiga hat die komplette Liste vorab ins Netz gestellt. Das Ergebnis ist ernüchternd. Samsung schraubt die Preise weiter hoch – und streicht beim normalen Foldable ausgerechnet eine Schlüssel-Funktion.

Kein Telefoto-Zoom beim Standard-Foldable? Ein schlechter Scherz

Ein Brocken. Wer das neue Galaxy Z Fold 8 mit 256 GB möchte, legt laut Leak stolze 2.069 Euro auf den Tisch. Die 512-GB-Variante schlägt mit 2.269 Euro zu Buche, während für 1 TB satte 2.669 Euro fällig werden.

Und jetzt? Samsung verpasst dem normalen Fold8 zwar ein deutlich breiteres 5,5-Zoll-Cover-Display und ein 7,6-Zoll-Hauptdisplay. Doch bei der Kamera regiert der Rotstift. Kein Telefoto-Objektiv. Quatsch.

Wer optischen Zoom will, wird zur Kasse gebeten und muss zum Galaxy Z Fold 8 Ultra greifen. Exakt 200 Euro verlangt Samsung als Aufpreis pro Speicherstufe. Das bedeutet 2.269 Euro (256 GB), 2.469 Euro (512 GB) und schwindelerregende 2.869 Euro für das 1-TB-Topmodell.

Ich habe seit dem allerersten Galaxy Fold jedes Modell monatelang im Alltag genutzt. Die Falte mitten im Screen war mir von Tag eins an völlig egal. Das schmale, unhandliche Cover-Display hat genervt. Aber bei einem Smartphone über der 2.000-Euro-Marke die Tele-Kamera abzusägen? Beim Konzert, auf Reisen oder schlicht beim Schnappschuss zwischendurch brauche ich einen echten Zoom. Das ist kein Nischen-Feature, das ist Pflicht.

Auch bei Flip 8 und Watch 9 wird es spürbar teurer

Das kleine Galaxy Z Flip 8 zieht ebenfalls an. Wer 256 GB Speicher sucht, zahlt 1.349 Euro. Das Modell mit 512 GB knackt mit 1.549 Euro die nächste Hürde.

Keine Ausnahme im Sortiment. Die Galaxy Watch 9 startet bei 409,90 Euro für die 40-mm-Bluetooth-Version. Die 44-mm-Variante verlangt 439,90 Euro, während LTE noch einmal mit 50 Euro extra zu Buche schlägt. Zum Vergleich: Die Watch7 startete in Deutschland bei rund 300 Euro. Ein Aufschlag von über 100 Euro.

Das Spitzenmodell legt noch eine Schippe drauf. Die Galaxy Watch Ultra 2 (47 mm, LTE) schlägt mit 749,90 Euro ins Kontor. Zwar hat Portugal mit 23 Prozent MwSt. vier Prozentpunkte mehr als Deutschland. Schönreden hilft hier aber wenig. Das Preisniveau steigt spürbar.

Samsungs gefährliches Spiel mit dem künstlichen Ultra-Segment

Samsung spürt den heißen Atem der chinesischen Konkurrenz. Hersteller wie Honor, Vivo oder Xiaomi bauen längst dünnere Foldables mit flacheren Falten und besserer Kameratechnik. Ein Honor Magic V3 zeigt in Europa eindrucksvoll, was unter 2.000 Euro hardwareseitig möglich ist.

Samsung kontert nicht mit Innovation oder fairen Preisen, sondern mit einer künstlichen Klassengesellschaft. Das Fold8 Ultra dient schlicht als teurer Preisanker, damit das kahlgeschlagene Standard-Fold8 für 2.069 Euro optisch erträglicher wirkt. Ohne einen echten Software-Lock-in wie bei Apple ist diese Preispolitik ein gewagtes Spiel auf dem Rücken der Käufer.

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