Samsung Galaxy Z Fold 8: Produktions-Explosion nach Rekord-Ansturm

Wer jahrelang behauptet hat, Falt-Smartphones blieben eine Nische für Geeks, muss jetzt stark sein. Laut Berichten des Branchen-Insiders ETNews schraubt Samsung die Produktion des Galaxy Z Fold 8 spontan um 1 Million Einheiten nach oben. Ursprünglich waren 2,8 Millionen Geräte geplant, jetzt peilen die Koreaner fast die Vier-Millionen-Marke an.
Der Grund für den spontanen Produktions-Sprint liegt in einer historischen Vorbesteller-Welle: 1,44 Millionen Einheiten der Z8-Serie wurden in Südkorea geordert – damit bricht das Foldable den Allzeit-Rekord der legendären Galaxy Note10-Serie aus dem Jahr 2019. Stolze 70 Prozent der Käufer griffen direkt zum teuren Z Fold 8. Zum Vergleich: Die reguläre Flaggschiff-Reihe Galaxy S26 kam im gleichen Zeitraum nur auf 1,36 Millionen Vorbestellungen.
Das 4:3-Format schlägt das schmale Fernbedienungs-Design
Es wurde aber auch höchste Zeit, dass Samsung das unhandliche Hochformat der Vorgänger über Bord wirft. Das Z Fold 8 nutzt erstmals ein 4:3-Seitenverhältnis mit einem 5,5 Zoll großen Außendisplay und einem 7,6 Zoll OLED-Hauptbildschirm. Wer das Gerät im Alltag nutzt, merkt sofort den Unterschied: Texte tippen ohne ständige Tippfehler auf dem Außendisplay ist endlich möglich, während Apps auf dem aufgeklappten Screen nicht mehr hässlich gestreckt werden.
Auch in Europa spiegelt sich der Formfaktor-Sieg wider: 40 Prozent aller Z8-Vorbestellungen entfielen auf das breite Fold8. Selbst das schmalere Z Flip 8 (1,5 Millionen geplante Geräte) und das Z Fold 8 Ultra (2,0 Millionen Geräte) hinken der Nachfrage hinterher. Samsung dominiert den Markt für breite Foldables derzeit fast ohne Konkurrenz, da Huawei mit der Pura X-Reihe westlich kaum Fuß fassen kann.
Speicher-Panik trifft auf Apples bevorstehenden Konter
Ganz ohne Markt-Psychologie lief der Ansturm allerdings nicht ab. Aus Zuliefererkreisen ist zu hören, dass vor allem die Angst vor stark steigenden Speicherpreisen im Jahr 2026 den Ansturm befeuert hat. Die Aktion mit dem doppelten Speicher – 512 GB zum Preis der 256 GB-Version – hat schlichtweg den Nerv der Sparfüchse getroffen.
Für Samsung ist der Erfolg dennoch ein lebenswichtiger Befreiungsschlag. Denn schon im September legt Apple nach und schickt sein erstes faltbares Smartphone ins Rennen – Gerüchten zufolge als iPhone Ultra ebenfalls im 4:3-Format. Wenn die Kalifornier den Markt betreten, muss die Basis stehen. Bis dahin haben die Koreaner mit knapp 60 Prozent Gesamtanteil des Fold8 am kompletten Z-Portfolio ein fettes Polster aufgebaut.
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