Samsung Galaxy Z8-Reihe: Fetter Vorab-Leak entlarvt die neue Zweiklassengesellschaft

Samsung Galaxy Unpacked Teaser für den 22. Juli 2026
Quelle: Samsung
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Der Vorhang ist eigentlich schon vor dem Unpacked-Event komplett gefallen. Samsung schlittert mit der neuen Falt-Generation direkt in ein dickes Glaubwürdigkeitsproblem rein, wenn die neuesten Leaks recht behalten. Wer fast zweitausend Euro für ein Smartphone auf den Tisch legt, erwartet schlicht die absolute Speerspitze der Technik – doch genau hier setzt Samsung jetzt den Rotstift an.

Wer Zoom will, muss Ultra zahlen

Das tut weh. Der bekannte Leaker Evan Blass hat die offiziellen Marketingmaterialien ins Netz gestellt und entblößt die bittere Wahrheit über das normale Galaxy Z Fold 8. Samsung streicht hier anscheinend eiskalt die echte Telekamera aus dem Datenblatt. Ein teurer Spaß.

Der Einstiegspreis in Europa liegt laut früheren Berichten bei knackigen 1.999 Euro (1.899 US-Dollar). Für diesen Batzen Geld verbaut Samsung lediglich eine 50 MP Hauptkamera und eine 50 MP Ultraweitwinkelkamera. Ein echtes Teleobjektiv fehlt komplett. Ein herber Rückschritt.

Stattdessen flüchtet sich das Marketing in den Begriff „Optical Quality Zoom“. Dahinter steckt ein zweifacher digitaler Bildausschnitt, der über den Hauptsensor und dessen „Adaptive Pixel Sensor“ berechnet wird. Reiner Quatsch für die Werbebroschüre. Mich nervt so etwas im Alltag gewaltig.

Die fette Ausstattung bleibt exklusiv

Ein dicker Brocken wartet beim Spitzenmodell. Wer echten Zoom will, muss zwingend tiefer in die Tasche greifen und zum neuen Galaxy Z Fold 8 Ultra greifen, das bei 2.199 Euro (2.099 US-Dollar) startet. Hier verbaut Samsung dann endlich die 200 MP Hauptkamera, eine echte 10 MP Telekamera mit 3x optischem Zoom und die 50 MP Ultraweitwinkelkamera. Volles Programm.

Das Ultra packt zusätzlich einen 5.000 mAh Akku ein, der bis zu 27 Stunden Videowiedergabe packen soll. Das normale Fold schafft trotz identischem Snapdragon 8 Elite nur 26 Stunden. Immerhin bleibt der Prozessor auf dem Papier stark, auch wenn er schon aus dem Fold 7 bekannt ist. Keine Überraschung.

Das kleine Galaxy Z Flip 8 im schicken Kirschblütenpink bringt ebenfalls wenig Neues an der Kamera-Front. Die Kombination aus 50 MP Weitwinkel- und 12 MP Ultraweitwinkelkamera bleibt im Vergleich zum Vorgänger unverändert. Immerhin wächst die Batterie auf 4.300 mAh an. Ein kleiner Trost. In Australien soll das Flip bei 1.949 AU-Dollar starten, europäische Preise fehlen noch.

Am 22. Juli um 9:00 Uhr ET wird Samsung die Geräte offiziell in London vorstellen. Der Livestream läuft auf YouTube. Ich werde ganz genau hinschauen, wie sie uns das weggesparte Teleobjektiv schönreden wollen.

Der gefährliche Tanz mit der Ultra-Marge

Samsung kopiert hier schlicht die Strategie der klassischen Flaggschiffe und spaltet die Foldable-Klasse auf. Das normale Foldable verliert an Substanz, damit das Ultra-Modell glänzen und den absurden Aufpreis rechtfertigen kann. Für uns Kunden bedeutet das einen harten Kompromiss: Entweder wir akzeptieren kastrierte Hardware für zwei Riesen, oder wir blättern noch mehr Scheine hin. Ein gefährliches Spiel, denn die Konkurrenz schläft nicht.

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