Samsung One UI: 32 neue Aktionen drängen Bezahl-Apps ab

KI-generierte Darstellung ikonischer heller Samsung-Schriftzug auf dunklen Hintergrund
KI-Grafik: Schmidtis Blog
Verpasse keine News, folge mir auf WhatsApp, Mastodon oder Google News

Wer wie ich seit Jahren Android-Smartphones im Alltag nutzt, kennt das ewige Theater mit externen Automations-Tools. Mit dem Schritt auf One UI 7 liefert Samsung gleich 32 neue Aktionen für das hauseigene Systemwerkzeug Modes and Routines nach – und macht teure Drittanbieter-Lösungen damit Schritt für Schritt überflüssig.

Bordmittel statt Abo-Zwang: Tasker und Zapier verlieren ihr Argument

Was unterscheidet Samsungs Bordmittel von externen Apps? Die Antwort liegt im Preis und der Systemtiefe. Während Tasker entweder ein monatliches Abo über den Google Play Pass oder einen Kauf ohne vorherige Testversion erzwingt, setzt Samsung auf komplett kostenlose Systemwerkzeuge. Noch extremer fällt der Vergleich zu Cloud-Diensten wie Zapier aus: Dort ist die Gratis-Stufe auf magere 100 Aufgaben pro Monat und maximal zwei Schritte gedeckelt, während der Einstiegstarif saftige 29,99 US-Dollar im Monat kostet.

Samsungs Werkzeug gliedert sich dafür in zwei Kernbereiche: Modi als ganzheitliche Profile und Routinen als klassische Wenn-Dann-Schaltungen. Ein Schlafmodus aktiviert Nicht-stören, regelt die Lautstärke herunter und schaltet das Display auf Graustufen.

Routinen wiederum steuern situative Abläufe im Alltag: Geht ein Sprachanruf ein, trennt das System gekoppelte Bluetooth-Kopfhörer automatisch und stellt die Verbindung nach Gesprächsende sofort wieder her. Wer die praktischen Modus- und Routine-Tricks auf Galaxy-Geräten verinnerlicht hat, spart sich zusätzliche Kauf-Software komplett.

One UI 7 bis One UI 9: Die heimliche Power-User-Offensive

Die kontinuierliche Weiterentwicklung folgt einem klaren Muster über mehrere Software-Generationen. Brachte One UI 7 insgesamt 32 neue Aktionsbausteine, folgte mit One UI 8 die direkte Verknüpfung mit Systemdiensten wie Kalender, Uhr und Samsung Notes. In One UI 8.5 ergänzte Samsung die wichtige Option, eine Routine gezielt so lange aufrechtzuerhalten, bis ein definiertes Ereignis eintritt, statt nach dem Startimpuls direkt abzubrechen.

Mein Praxistest der neuen Galaxy-Features in One UI 9.0 zeigt, dass dieser Feinschliff auch die Mittelklasse erreicht. Ein handfester Beleg ist die dritte Beta von One UI 9 für das Galaxy M34 in Indien: Das 286,36 MB große Firmware-Paket mit der Kennung M346BXXUEZZJ3 bringt Modes and Routines auf Version 5.1.2.13 und hebt parallel SmartMirroring auf Version 8.2.28.22. Gute Bordmittel bleiben bei Samsung kein exklusives Privileg der teuren Flaggschiffe.

Dass Samsung solche Automationsketten tief im System verankert, passt perfekt zum langfristigen Umbau der Systemarchitektur bei künftigen Galaxy-Versionen. Ein verschlankter Software-Unterbau verhindert zuverlässig, dass ständige Sensorabfragen im Hintergrund den Akku leersaugen.

Routines+ sticht Apple-Kurzbefehle: Der Vorteil auf Hardware-Ebene

Im plattformübergreifenden Vergleich stand lange Zeit Apple an der Spitze, da persönliche Automationen in der Kurzbefehle-App kostenlos und ohne Aufgabenlimit laufen. Samsung kontert nicht nur mit einem integrierten Store für vorgefertigte Abläufe, sondern legt über das kostenfreie Good-Lock-Modul Routines+ mächtig nach.

Damit lassen sich Tastenbelegungen, Fingerabdruck-Sensoren und Gesten direkt ansteuern. Das ist ein Hebel, an den externe Entwickler aus Gründen der Android-Sicherheit niemals herankommen.

Selbst wenn ältere Modelle nach den großen System-Upgrades für das Galaxy S23 keine neuen Android-Hauptversionen mehr sehen, bleiben die eingerichteten Routinen voll funktionsfähig. Immer mehr Nutzer tauschen vorinstallierte Standard-Apps schrittweise gegen eigene Alternativen aus und steuern ihr Smartphone automatisiert.

Wer für einfache Wenn-Dann-Regeln heute noch 30 Euro im Monat bezahlt oder Drittanbieter-Apps blind kauft, hat die hauseigenen Bordmittel von One UI schlicht ignoriert.

Google bevorzugte Quelle Schmidtis Blog Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen

Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert