Samsung zieht den Stecker: Tizen-Smartwatches vor dem endgültigen Aus

Samsung Galaxy Watch 3 45mm SM-R840 schwarz
Quelle: Samsung
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Samsung beendet die Unterstützung für seine Tizen-Smartwatches und setzt damit nach über elf Jahren einen klaren Schlussstrich. Ab Ende September 2025 verlieren die Uhren wesentliche Funktionen. Nutzer älterer Modelle müssen sich auf Einschränkungen einstellen und sollten rechtzeitig Alternativen ins Auge fassen.

Mit der Einführung der Galaxy Watch 8-Serie hat Samsung erneut seine Zukunft auf Wear OS von Google ausgerichtet. Zuvor nutzte der Konzern mit Tizen OS eine Eigenentwicklung, die seit 2013 auf zahlreichen Smartwatches zum Einsatz kam. Am 30. September 2025 endet jedoch endgültig die Unterstützung im Galaxy Store. Damit geht eine Ära zu Ende, die mit der Galaxy Gear begann und mehr als ein Jahrzehnt prägte.

Samsung listet insgesamt elf Generationen an Smartwatches, die künftig keine neuen Apps mehr erhalten, sobald bestehende Anwendungen entfernt wurden. Dazu gehören:

  • Galaxy Gear
  • Gear 2
  • Gear Live
  • Gear S
  • Gear S2
  • Gear S3
  • Gear Sport
  • Galaxy Watch
  • Galaxy Watch Active
  • Galaxy Watch Active 2
  • Galaxy Watch 3

Die Geräte bleiben zwar nutzbar, büßen aber zentrale Funktionen ein. Besonders der Verlust von Download-Möglichkeiten macht sich bemerkbar, da weder kostenlose noch kostenpflichtige Anwendungen erneut installiert werden können.

Die erste Galaxy Gear startete 2013 noch mit Android, wechselte aber bereits 2014 auf Tizen. Trotz Kritik an der schwachen Akkulaufzeit überzeugte sie mit Features wie Sprachsteuerung, Kalenderintegration und Anrufoptionen. Schon 2015 setzte die Gear S2 Maßstäbe mit ihrem runden Display und der drehbaren Lünette, die heute noch ein Markenzeichen aktueller Modelle ist. Mit der Gear S3 etablierte Samsung Funktionen wie GPS, Wasserschutz und mobiles Bezahlen.

Tizen OS selbst entstand 2012 in Zusammenarbeit mit Intel. Ziel war eine eigenständige Plattform abseits von Android und iOS. Neben Wearables fand das System auch in Fernsehern, Kameras und einigen Smartphones Verwendung.

Samsung leitete den Abschied in mehreren Stufen ein. Bereits im September 2024 stoppte der Konzern den Verkauf kostenpflichtiger Apps. Im März 2025 folgte das Ende kostenloser Downloads. Nun verschwindet auch die letzte Möglichkeit zur App-Nutzung über den Store. Als Ausgleich bietet Samsung beim Kauf aktueller Galaxy-Watch-Modelle mit Wear OS attraktive Konditionen für die Inzahlungnahme alter Geräte.

Während Tizen auf Wearables verschwindet, bleibt es auf anderen Geräten präsent. Vor allem im Smart-TV-Segment ist das Betriebssystem weiterhin erfolgreich: Millionen Fernseher weltweit laufen mit Tizen, und erst kürzlich veröffentlichte Samsung Version 9.0 für bestehende Modelle.

Für Besitzer alter Uhren bedeutet das: Wer moderne Funktionen wie umfangreiche App-Auswahl, bessere Akkulaufzeit und tiefe Integration ins Android-Ökosystem nutzen möchte, kommt um ein Upgrade auf eine aktuelle Galaxy Watch mit Wear OS kaum herum.

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