Syncthing 2.0: Die neue Generation der sicheren Dateisynchronisation ohne Cloud

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Quelle: KI-generiert mit Ideogram
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Die quelloffene Anwendung Syncthing ermöglicht den direkten und verschlüsselten Austausch von Dateien zwischen verschiedenen Geräten – ganz ohne zentrale Server oder kommerzielle Cloud-Dienste. Dabei arbeitet die Software plattformübergreifend und synchronisiert Daten kontinuierlich.

Nach einer langen Testphase mit 11 Betas und 24 Release-Kandidaten ist die stabile Hauptversion 2.0 nun verfügbar. Die Entwickler haben wesentliche technische Änderungen umgesetzt:

  • Neues Datenbank-Backend: Anstelle von LevelDB kommt jetzt SQLite zum Einsatz. Das soll Verwaltung und Wartung vereinfachen, Stabilität erhöhen und Fehlerquellen minimieren.
  • Höhere Geschwindigkeit: Durch das Entfernen der Rolling-Hash-Erkennung können Dateien schneller gescannt und synchronisiert werden.
  • Optimierte Verbindungen: Standardmäßig werden drei parallele Leitungen genutzt – eine für Metadaten, zwei für den eigentlichen Dateitransfer. Das soll die Performance deutlich verbessern.
  • Bessere Protokollierung: Log-Dateien liegen nun in strukturiertem Format vor. Anwender können die Protokolltiefe gezielt einstellen, ein neuer WARN-Level erleichtert die Auswertung.
  • Automatisches Aufräumen: Entfernte Dateien verschwinden nach einem halben Jahr aus der Datenbank. Der Zeitraum lässt sich anpassen oder ganz deaktivieren.
  • Mehr Sicherheit: Ed25519-Schlüssel stärken die Verbindungsabsicherung. Zudem lassen sich lokale Bandbreitenlimits konfigurieren.
  • Neue Diagnosefunktionen: Erweiterte Werkzeuge liefern detaillierte Metriken zu Geräten und Verzeichnissen.

Version 2.0 bleibt vorerst vollständig mit Syncthing 1.x kompatibel. Konfigurationsdateien beider Versionen sind im identischen XML-Format gespeichert. Ob diese Kompatibilität langfristig bestehen bleibt, steht noch nicht fest.

Unterstützt werden zahlreiche Prozessorarchitekturen wie amd64, x86, ARM, MIPS, PPC64LE und S390X. Bei den Betriebssystemen reicht die Spanne von Linux und Windows über macOS bis zu BSD-Varianten, Solaris und Android. Aufgrund von Build-Abhängigkeiten entfallen vorkompilierte Pakete für einige BSD-Systeme.

Das Upgrade auf 2.0 stellt einen großen Entwicklungsschritt dar. Die Entwickler raten, bei produktiven Installationen vorerst vorsichtig zu sein, da in der Anfangsphase noch kleinere Probleme auftreten können. Beim ersten Start nach dem Update erfolgt automatisch die Datenübernahme, was je nach Umfang mehrere Minuten oder länger dauern kann.

Das komplette Änderungsprotokoll ist online einsehbar. Der Download der neuen Version steht bereits bereit, und für Debian-basierte Systeme gibt es passende Paketquellen.

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