VW: Retten ausgerechnet China-SUVs deutsche Werke?

schräge Frontansicht des VW ID. Era 8X
Quelle: Volkswagen AG
Verpasse keine News, folge mir auf WhatsApp, Mastodon oder Google News

Volkswagen steckt in der Zwickmühle: Die europäischen Werke sind chronisch unterbelegt, während der Konzern in China moderne Technik auf die Straße bringt, von der hiesige Kunden bislang nur träumen können. Jetzt sickert durch: VW prüft ganz offiziell, den ID Aura T6 und den ID Era 8X nach Europa zu holen, um die heimischen Bänder auszulasten. Was wie eine Verzweiflungstat klingt, könnte sich für uns Autofahrer als echter Glücksgriff entpuppen.

Touareg-Erbe mit 516 PS und Benziner-Generator

Mit dem schleichenden Ende des Touareg klafft eine gewaltige Lücke im Wolfsburger Portfolio. Viele Kunden wollen genau dieses Format: Viel Platz, hoher Komfort, aber ohne die protzige Außenwirkung eines Audi Q8 oder Porsche Cayenne. Hier kommt der knapp fünf Meter lange ID Era 8X ins Spiel.

Das eigentliche Highlight ist der Antrieb: Statt auf reine Batterie-Power setzt VW auf einen Range-Extender. Die Räder werden immer elektrisch angetrieben – wahlweise über das Heck oder per Allrad mit brutalen 516 PS. Geht der Strom zur Neige, springt ein 1,5-Liter-Turbobenziner an. Der treibt aber nicht die Räder an, sondern lädt ausschließlich den Akku während der Fahrt. Für alle, die keine Lust auf Ladesäulen-Roulette auf der Langstrecke haben, ist das die pragmatischste Lösung seit Langem. Ob man das wirklich braucht? Wenn man ehrlich ist: Für das Touareg-Klientel ist das genau der richtige Nerv.

ID Aura T6: Schluss mit der lahmen MEB-Technik

Das zweite Modell im Bunde ist der ID Aura T6, ein 4,8 Meter langes Mittelklasse-SUV. Während VW hierzulande immer noch den betagten MEB-Baukasten durchkaut, basiert der Aura T6 auf der brandneuen CMP-Plattform samt moderner CEA-Elektronikarchitektur. Das wurde aber auch Zeit.

Dazu spendiert VW dem T6 langlebige und vor allem bezahlbare LFP-Batteriezellen. Ursprünglich als Gegenstück zu Modellen wie dem kommenden Skoda Peaq gedacht, zieht VW mit moderner Software-Architektur und günstigerer Zellchemie an der hauseigenen Europa-Konkurrenz vorbei. Wenn der Preis stimmt und VW die Autos nicht künstlich verteuert, haben diese China-Entwicklungen das Zeug zum echten Bestseller auf unseren Straßen.

Google bevorzugte Quelle Schmidtis Blog Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen

Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert