VW schafft GTX, GTD und GTE ab – GTI fährt ab sofort auch elektrisch

VW ID. GTI Concept Logo
Quelle: Volkswagen AG
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Die Zeiten, in denen man bei Volkswagen den sportlichen Ableger eines Modells an seinem Antriebs-Badge erkennen konnte, sind vorbei. In Wolfsburg hat man entschieden, den Namens-Salat aus GTI, GTD, GTE und GTX komplett einzudampfen. Übrig bleibt exakt ein Kürzel. Alles läuft künftig unter GTI, unabhängig davon, was unter der Haube steckt. Der Schritt ist radikal, aber konsequent.

GTX kannte man bislang als Label für die stromernden Performance-Varianten. Dieses Branding legt VW jetzt offiziell zu den Akten. Für den Diesel-Sportler GTD fehlt angesichts schrumpfender Selbstzünder-Nachfrage die wirtschaftliche Grundlage. GTE wiederum hängt am Hybrid, und sobald der in Europa regulatorisch die Segel streicht, erledigt sich auch diese Nomenklatur von selbst. Bleibt GTI – drei Buchstaben, die jeder im Kopf hat, auch wenn kaum jemand mehr weiß, dass sie mal für Gran Turismo Injection standen. Das historische Verbrenner-Detail interessiert bei der Markenstrategie niemanden mehr. Ausschlaggebend ist das, was der Name seit Generationen verspricht: Biss im Fahrwerk, klare Kante im Auftritt, Gänsehaut beim Fahren. Genau dieses Versprechen wandert jetzt in die ID-Familie.

Den Auftakt als batteriebetriebener GTI macht der ID Polo. Danach schiebt VW im Herbst den ID.3 GTI nach, technisch aufgesetzt auf die frische Neo-Basis. Spannend bleibt der Umgang mit den Plattformen oberhalb davon. ID.4 und ID.7 rollen mit zwei E-Maschinen und Allrad – Konfigurationen, die historisch beim Tiguan und Passat ohnehin nie als GTI auftauchten. Zwar lautet die Sprachregelung aus dem Konzern, alle sportlichen ID-Modelle bekämen fortan den GTI-Schriftzug. Trotzdem spricht einiges dafür, dass die doppelmotorigen Hochleistungs-Stromer direkt im elektrischen R-Lager landen. Das würde zur Marschroute passen: Ab dem Jahr 2030 will VW nämlich auch die gesamte R-Sparte ausschließlich mit Strom versorgen.


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