Xiaomi 18 Fold: Samsungs neuer Albtraum faltet flacher

Xiaomi 18 Fold
Quelle: Xiaomi
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Samsung beherrscht den Markt für Falt-Smartphones seit Jahren aus Mangel an echter Konkurrenz in Europa. Mit dem Xiaomi 18 Fold zeigt der Hersteller nach seinen Experimenten beim Mix Fold 5 eine neue Falt-Architektur, die etablierte Branchengrößen auf einen Schlag alt aussehen lässt.

Das Gerät schrumpft im ausgeklappten Zustand auf hauchdünne 5,02 mm und bringt zusammengefaltet lediglich 10,68 mm auf die Waage. Bei einem Gesamtgewicht von 219 Gramm unterbietet das 18 Fold sogar klassische Flaggschiff-Smartphones im Monoblock-Format.

Auf der Außenseite arbeitet ein 5,38 Zoll langes Display, während das innere Hauptdisplay auf 7,58 Zoll anwächst. Beide LTPO-OLED-Panels bieten dynamische 1 bis 120 Hz und erreichen eine extrem hohe Spitzenhelligkeit von 4.000 Nits. Praktischer Zusatznutzen für Vieltipper: Das Außendisplay erlaubt eine um 8 % breitere Tastatur als herkömmliche 6,9-Zoll-Smartphones.

Mechanische Belastbarkeit: Dragon Bone Hinge trifft auf UTG

Dünne Falt-Mechanismen galten in der Vergangenheit als anfällig für Sturzschäden. Xiaomi steuert mit einem Rahmen aus einer 7er-Aluminiumlegierung und dem hauseigenen Dragon Bone Hinge dagegen.

Das Display schützt eine Kombination aus doppeltem Ultra-Thin Glass (UTG) und Xiaomi Dragon Crystal Glass 3.0. Die Konstruktion hat 492 strukturelle Testläufe absolvert und besitzt eine Zertifizierung für Sturzfestigkeit aus bis zu 1,2 Metern Höhe.

System-on-Chip und Speicher: Weltpremiere für LPDDR6

Unter der Haube feiert der im 3-Nanometer-Verfahren gefertigte Xiaomi XRING O3 SoC seine Premiere, der im AnTuTu-Benchmark die Marke von 5 Millionen Punkten knackt. Der Prozessor liefert 60 % mehr Multi-Core-Leistung und spart bei mittlerer Last 25 % Energie ein.

Zusammen mit dem Chip-Hersteller Changxin Memory verbaut Xiaomi erstmals kommerziell verfügbaren LPDDR6-Arbeitsspeicher (neben Varianten mit LPDDR5X) in Kombination mit schnellem UFS 4.1-Speicher. Das Betriebssystem HyperOS 4 nutzt diese Hardware-Basis für paralleles Multitasking mit bis zu sechs Split-Screen-Fenstern.

Silizium-Akku bricht das Reichweiten-Paradoxon der Falt-Handys

Bisher bedeutete ein dünnes Falt-Gehäuse automatisch einen mickrigen Akku. Xiaomi bricht diese Regel und verbaut einen 6.000 mAh starken Silizium-Karbon-Akku mit 20 % Silizium-Anteil und einer Energiedichte von 920 Wh/L.

Das Laden erfolgt per Kabel mit 67 Watt oder kabellos mit 50 Watt. Das in Kooperation mit Leica entwickelte Kamerasystem setzt auf eine 200 MP Hauptkamera (f/1.7, OIS), ein 50 MP Ultraweitwinkel sowie eine 50 MP Periskop-Telekamera mit 3,5-fachem optischen Zoom.

Preise und Import-Einschätzung für den europäischen Markt

In China startet das Gerät am 10. September in drei Standardfarben sowie als auf 1.500 Exemplare limitierte Ceramic Limited Edition aus Siliziumnitrid-Keramik.

Die offiziellen China-Preise in der Übersicht:

  • 12 GB RAM + 256 GB Speicher: 10.999 Yuan (ca. 1.400 Euro)
  • 12 GB RAM + 512 GB Speicher: 11.999 Yuan (ca. 1.530 Euro)
  • 16 GB RAM + 512 GB Speicher: 12.999 Yuan (ca. 1.660 Euro)
  • 16 GB LPDDR6 + 1 TB Speicher: 14.999 Yuan (ca. 1.910 Euro)
  • Ceramic Edition (16 GB LPDDR6 + 1 TB): 15.999 Yuan (ca. 2.040 Euro)

Ein offizieller Termin für den europäischen Markt steht bislang aus. Erfahrungsgemäß schlagen Import-Kosten, Einfuhrsteuern und Lizenzgebühren bei einem hiesigen Marktstart noch einmal mit einem Aufpreis von 20 bis 30 Prozent zu Buche.

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