Xiaomi 18 Pro: Die 7.000-mAh-Ansage wirft alte Smartphone-Gesetze über den Haufen

Xiaomi 18 Pro Renderbild mit neuem Kamera-Design
Quelle: X/Twitter @leo_hefeng
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Xiaomi testet das Modell M154FF bereits in der chinesischen SRRC-Zertifizierung. Wer dachte, extrem dünne Displayränder bedeuten automatisch winzige Akkus, bekommt im September ein echtes Brett serviert. Die Konkurrenz dürfte das ziemlich nerven.

Die Leaker-Szene schläft nicht. Digital Chat Station hat das kommende Top-Modell in der Datenbank entdeckt. UWB-Unterstützung und das N79-5G-Band inklusive. Das verrät im Grunde alles: Hier kommt das echte Pro-Modell der 18er-Serie. Ein Brocken. Das neue Flaggschiff taucht mitten im Sommer auf. Überraschend.

Xiaomi setzt beim neuen Top-Modell anscheinend auf einen extrem effizienten 2-Nanometer-Chip. Der Snapdragon 8 Elite Gen 6 soll planmäßig im September starten. Und jetzt? Kommt das dicke Ausrufezeichen für die Laufzeit.

Die Kehrseite des Akku-Wahnsinns

Ein Akku mit satten 7.000 mAh soll in der Kiste stecken. Zum Vergleich: Das aktuelle Xiaomi 17 Pro kam noch mit 6.300 mAh daher. Der Zuwachs ist auffällig. Dazu kommt echtes Highspeed-Tanken: 100 Watt kabelgebunden und überraschend auch 100 Watt kabellos. Das lädt drahtlos doppelt so schnell wie beim Vorgänger, der noch bei 50 Watt stoppte.

Aber so viel Kapazität braucht physisch Platz. Das Gehäuse dürfte spürbar dicker und schwerer werden. Physik lässt sich schlicht nicht austricksen. Ein hauchdünnes Designer-Handy wird das nicht. Im Alltag zählt für mich aber sowieso nur, wie selten ich an die Steckdose muss.

Custom-Display trifft Dual-200-Megapixel-Kamera

Die Front soll von einem Custom-Display mit extrem schmalen, symmetrischen Rändern dominiert werden. Große abgerundete Ecken ebenfalls an Bord. Auf der Rückseite verabschiedet sich Xiaomi anscheinend vom alten Triple-Setup mit 50 Megapixeln des Vorgängers, das noch auf den Light Hunter 950L setzte. Die neue Ansage lautet: Zwei 200-Megapixel-Sensoren für die Hauptkamera und das Teleobjektiv.

Ob das bessere Bilder liefert oder nur Marketing-Quatsch ist, muss sich zeigen. Mehr Pixel auf gleicher Fläche bedeuten schließlich kleinere Pixel und potenziell mehr Bildrauschen im Dunkeln. Ein cleverer Schachzug ist dafür das neue Feature für mehr Privatsphäre auf dem Display, ähnlich wie man es von Samsung kennt. Ein größerer Vibrationsmotor und Stereo-Lautsprecher runden das Paket ab. Der Preis dürfte den Vorgänger von 4.999 Yuan aber locker übertreffen. Pustekuchen mit Schnäppchen.

Der Akku-Krieg der China-Hersteller

Warum knallen die Hersteller plötzlich diese riesigen Zellen in ihre Gehäuse? Der Grund liegt in den neuen Silizium-Kohlenstoff-Akkus. Diese Technologie erlaubt eine deutlich höhere Energiedichte auf gleichem Raum. Apple und Samsung wirken mit ihren zähen 4.000 bis 5.000 mAh Akkus dagegen wie aus der Zeit gefallen.

Der Hunger nach Leistung steigt. 2nm-Chips versprechen zwar Effizienz, aber die Displays werden heller und die KI-Berechnungen auf dem Gerät fressen massig Strom. Xiaomi geht voll auf Laufzeit, um sich im Premium-Segment abzuheben. Das birgt Risiken: Gewicht und Lade-Abwärme müssen kontrolliert werden.

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