Xiaomi: Fieses Bilder-Leck zwingt über 40 Geräte zum Update

neues Xiaomi Mi-Logo mit Schriftzug
Quelle: Xiaomi
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Ein infiziertes Bild im Messenger reicht. Die Schadsoftware nutzt eine Lücke und übernimmt im schlimmsten Fall unbemerkt das komplette Smartphone. Ein Albtraum. Xiaomi rollt deshalb gerade das Juli-Sicherheitsupdate für über 40 Modelle aus.

Updates wegzuklicken gehört in meinem Umfeld zum Volkssport. Diesmal aber: grober Quatsch. Schlamperei bei der IT-Sicherheit rächt sich schnell.

60 Lücken und ein Hersteller, der lieber schweigt

Xiaomi stellt sich quer. Im hauseigenen Security Center herrscht aktuell gähnende Leere zu den technischen Details. Auffällig. Zum Glück pennt die Konkurrenz nicht. Ein Dokument von Samsung zum identischen Android-Basis-Patch lässt tief blicken. Rund 60 Sicherheitslücken bügelt das Juli-Update aus dem System.

Ein schwerer Brocken. Experten stufen fünf dieser Schwachstellen als absolut kritisch ein. Maximales Risiko. Angreifer schleusen Schadcode aufs Smartphone, ohne dass ihr irgendwas anklicken müsst. Ein präpariertes Bild genügt. Perfider geht es kaum. Mein Rat: Geht sofort in die Systemeinstellungen und sucht manuell nach dem Update.

Steht euer Modell auf der Abschussliste?

Der Rollout läuft in Wellen. Die Jungs vom Fanblog Memeosupdates haben die erste Welle weltweit dokumentiert. Mit dabei: Flaggschiffe wie das Xiaomi 14 Ultra, aber auch ältere Semester wie das Xiaomi 13 Pro, das 13 Lite und das 13T. Sogar die Modelle Xiaomi 17T und 17T Pro tauchen auf der Liste auf.

Die schiere Masse machen aber die Töchter. Wer ein Redmi Note 14 Pro, Note 14 4G oder ein älteres Redmi Note 13 Pro 4G nutzt, sollte die Augen aufhalten. Günstige Kisten wie das Redmi 13, 14C oder 15 sind ebenfalls dabei. Tablets? Das Redmi Pad Pro und das Poco Pad ziehen den Patch auch.

Bei Poco reicht die Palette vom Poco X8 Pro samt Iron Man Edition über das M7 Plus bis zum Poco C75. Import-Käufer aufgepasst: Das Redmi 13R und das Redmi Turbo 5 bleiben draußen, die gibt es bei uns nicht offiziell.

Der Haken an der Sache ist die unberechenbare Verteilung. Xiaomi würfelt die Update-Wellen scheinbar aus. Mein Gerät zieht den Patch sofort, das vom Kumpel erst Wochen später. Das nervt gewaltig. Gerade bei kritischen Sicherheitslücken.

Das kalkulierte Schweigen der Hardware-Riesen

Das Schweigen von Xiaomi hat System. Transparenz kostet Zeit und Geld. Google und Samsung listen jede einzelne CVE-Nummer sauber auf. Xiaomi hinkt hinterher. Das nervt, weil man als Nutzer ohne fremde Hilfe völlig im Dunkeln tappt.

Software-Pflege bringt keinen schnellen Gewinn. Neue Hardware verkauft sich leicht, der Support danach frisst die Marge. Xiaomi knallt unzählige Modelle auf den Markt, spart dann aber an der Dokumentation. Ein riskantes Spiel auf dem Rücken der Kunden. Im Alltag wiegt das schwerer als gedacht.

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