Xiaomi Smart Band 11 Active: Sparzwang beim Display für 40 Euro

Xiaomi Smart Band 11 Active in 3 Farbvarianten
Quelle: WinFuture
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Xiaomi schickt das Smart Band 11 Active vorab ins Rennen, setzt beim Display aber überraschend auf Rückschritt. Für gut 40 Euro gibt es zwar ein größeres Panel und stramme zwei Wochen Akkulaufzeit, aber der Verzicht auf AMOLED und GPS schmerzt im Alltag.

Ein Dämpfer fürs Handgelenk

Ich schaue auf die geleakten Datenblätter und schüttle den Kopf. LCD. Im Jahr 2026. Xiaomi spendiert dem Smart Band 11 Active zwar ein recht üppiges 1,47-Zoll-Panel mit 320 x 172 Pixeln, streicht im selben Atemzug aber das gewohnte AMOLED. Heißt im Klartext: Ausgewaschene Farben und miese Schwarzwerte. Draußen im hellen Sonnenlicht nervt die Display-Technik schlicht. Bedient wird der Tracker über den Touchscreen und eine physische Taste an der Seite. Immerhin: Mit 16,5 Gramm und flachen 10,2 Millimetern spürt man das Teil kaum am Arm. Bei den Farben gibt es Grau, Pomelo Pink, Schwarz und Weiß.

Viel Ausdauer, gewohnte Haken

Stark bleibt die Ausdauer. Der 300-mAh-Akku liefert bis zu 14 Tage Saft. Jedenfalls, wenn das Always-On-Display ausgeschaltet bleibt. Wer die permanente Anzeige aktiviert, muss nach neun Tagen an die Strippe. Eine volle Ladung braucht etwa zwei Stunden. Dank Zertifizierung nach ISO 22810 hält das Gehäuse 5 ATM Wasserdruck aus. Schwimmen klappt also problemlos.

Sport-Tracking ohne Orientierung

Über 50 Sportmodi stehen bereit. Herzfrequenz, Schrittzähler, Blutsauerstoff (SpO2), Schlafqualität und Stressniveau werden rund um die Uhr gemessen. Schön und gut. Und jetzt? Kommt die gewohnte Klatsche. Weder ein GPS-Modul noch ein NFC-Chip haben es ins Gehäuse geschafft. Wer ohne Smartphone in der Hosentasche seine Laufrunde aufzeichnen möchte, steht ohne Routendaten da. Punkt. Das nervt gewaltig. Der Preis soll bei gut 40 Euro liegen – das ist zwar spürbar teurer als das ältere Xiaomi Smart Band 10 für aktuell ca. 33 Euro auf Amazon, aber immer noch nur ein Fünftel der teuren Garmin CIRQA. Bringt nur nix, wenn die Hardware derart beschnitten ist.

Was hinter Xiaomis Active-Strategie steckt

Xiaomi nutzt die Active-Varianten nicht ohne Grund als günstige Köder für das eigene Ökosystem. Bei Geräten unter 50 Euro existiert quasi keine Marge für den Hersteller. Jeder Cent bei den Bauteilen entscheidet über Gewinn oder Verlust. Deshalb fliegt teure Hardware wie ein OLED-Display oder ein eigener GPS-Chip als Erstes raus, um den Verkaufspreis im Handel bei gut 40 Euro festzumeißeln.

Ein reines Volumenspiel. Xiaomi geht es primär darum, möglichst viele Handgelenke abzugreifen und die Leute dauerhaft in die eigene Health-App zu ziehen. Wer hier billig kauft, zahlt eben mit echten Abstrichen beim täglichen Nutzen.

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