Google Pixel Watch 5: Uralt-Chip zum höheren Preis

geleaktes Pressebild der 41mm Google Pixel Watch 5 in der Farbe Gold und 45mm in der Farbe Pyrite
Quelle: The Tide Chart
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Google zieht den Stecker beim Fortschritt. Die Pixel Watch 5 setzt laut Google Play Console auf denselben Prozessor wie die Vorjahresgeneration, verlangt an der Kasse aber schamlos mehr Geld. Ein harter Dämpfer für den gesamten Smartwatch-Markt.

Wieder der alte SW5100 im Gehäuse

Google listet das neue Modell unter dem Codenamen „godric“. Im Gehäuse steckt erneut der Qualcomm SW5100, besser bekannt als Snapdragon W5 Gen 2. Vier betagte ARM Cortex-A53 Kerne mit 1,7 GHz Taktung schuften zusammen mit einer Adreno 702 GPU. Enttäuschung pur.

Ein Trauerspiel. Schon seit der Pixel Watch 2 schleift Google dieselbe Basis durch. Dass man im Jahr 2026 immer noch auf verstaubte CPU-Kerne setzt, nervt gewaltig. Temposprünge im Alltag? Nix da.

Samsung macht vor, wie das heute geht. In der Galaxy Watch9 arbeitet der Snapdragon Wear Elite in moderner 3 nm Fertigung. Ein Cortex-A78 Kern mit 2,1 GHz schiebt dort zusammen mit vier Cortex-A55 Kernen an. Qualcomm verspricht die fünffache CPU-Leistung und siebenmal mehr GPU-Power. Ein schlichter Klassenunterschied.

Mehr Arbeitsspeicher rettet den Alltag nicht

Immerhin gibt es beim Speicher eine Bewegung. Google spendiert der Uhr erstmals ein Upgrade auf 3 GB RAM. Notwendig ist das vor allem, damit die neuen Gemini Intelligence Funktionen auf dem Handgelenk nicht verhungern.

Schön und gut. Im Alltag zählt für mich aber nicht der Sprachassistent, sondern wie flott Apps beim Wischen reagieren. Ein Gigabyte mehr Arbeitsspeicher hilft nur bedingt, wenn die alte CPU unter Last kocht. Dazu bleibt die Pixeldichte starr bei 320 PPI.

Stagnation bei der Hardware, aber die Preise klettern weiter. Die kleine 41-mm-Variante mit Wi-Fi kostet 419 Euro – ein Plus von 20 Euro. Die 45-mm-Ausführung liegt bei 449 Euro. Wer unterwegs LTE braucht, zahlt 100 Euro Aufpreis und landet bei 519 Euro respektive 549 Euro. Absurd.

Warum Google beim Prozessor bremst

Google schont die eigene Marge und setzt auf Software statt teure Silizium-Sprünge. Der Verzicht auf einen echten Nachfolge-Chip spart saftige Entwicklungs- und Einkaufskosten bei Qualcomm. Das Budget wandert direkt in die Integration von Gemini Intelligence, wo der auf stockende 3 GB RAM als Mindestanforderung gilt.

Für den Wear-OS-Markt ist dieser Schritt ein verheerendes Signal. Samsung baut mit 3 nm den Vorsprung aus, während Google auf der Stelle tritt. Wer das eigene Ökosystem anführen will, darf sich solche Faulheit schlicht nicht leisten.

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