Android 17: Google sperrt Dieben endlich den Flugmodus

Google macht beim Beta-Tempo gerade keine Gefangenen. Nur vier Tage nach der letzten Testrunde rollt mit Android 17 QPR3 Beta 2 (Build DP11.261002.005) schon das nächste dicke Update auf die Pixel-Smartphones.
Das Ding liefert nicht nur 21 handfeste Fehlerbehebungen, sondern stopft endlich eine Sicherheitslücke, die mich auf Android-Geräten schon ewig nervt.
Schluss mit dem Flugmodus-Trick auf dem Sperrbildschirm
Bisher war das Szenario nach einem Diebstahl ein echtes Trauerspiel. Ein schneller Wisch nach unten auf dem gesperrten Display reichte völlig aus, um den Flugmodus reinzuhauen oder mobile Daten abzuklemmen. Das Smartphone war offline, Googles Ortungsnetzwerk blind und das Gerät über alle Berge.
Damit ist jetzt Schluss. Google baut endlich einen Schalter ein, der für Änderungen an den Netzwerk-Kacheln zwingend den Fingerabdruck oder die PIN verlangt.
Konkret betrifft das vier zentrale Schalter:
- WLAN (Wi-Fi)
- Mobile Daten
- Bluetooth
- Flugmodus
Zu finden ist die Option unter Einstellungen > Sicherheit & Datenschutz > Gerätesperre oder alternativ über Einstellungen > Anzeige & Berührung > Sperrbildschirm. Das passt perfekt ins Bild, nachdem Google schon bei den Sicherheitsfunktionen der früheren Android 17 QPR2 Beta 3 angefangen hat, private Bereiche sauberer abzusichern. Als kleine optische Dreingabe gibt es im Menü für Hintergrund und Stil jetzt noch ein horizontales Karussell für Themes.
21 Nervfaktoren beseitigt: WhatsApp-Crashes und Standby-Sauger
Wer die Betas auf seinem Alltagshandy nutzt, kennt das leidige Spiel mit den Kinderkrankheiten. Dieser Build räumt erfreulicherweise genau da auf, wo es bisher richtig wehgetan hat. Spontane Reboots standen gleich unter acht verschiedenen Bug-Tracker-IDs im Pflichtenheft der Entwickler.
Die wichtigsten Fixes im Schnelldurchlauf:
- WhatsApp-Abschaltung: Bei Videoanrufen ging bei manchen Nutzern plötzlich das komplette Smartphone aus.
- Standby-Akkuverlust: Nach der Nutzung von Kamera oder Face Unlock blieben Bewegungssensoren aktiv und saugten im Leerlauf den Akku leer.
- Mini-Schriften: Die System-UI und Apps skalierten auf manchen Geräten völlig unmotiviert auf mikroskopische Miniaturgröße.
- Schwarzer Bildschirm: Nach dem Beenden eines normalen Telefonats blieb das Display stellenweise komplett schwarz.
- Smartwatch-Klingeln: Eine gekoppelte Pixel Watch oder Wear-OS-Uhr bimmelte munter weiter, obwohl das Gespräch am Smartphone längst lief.
- Screen-Recorder-Freeze: Wer das Display während einer Bildschirmaufnahme drehte, fror den Videostream reproduzierbar ein.
- App-Drawer-Schließung: Ein Wechsel der Tastatursprache warf einen direkt aus der App-Übersicht.
Schon damals, als die Android 17 QPR3 Beta 1 zwanzig fiese Pixel-Bugs abräumte, war klar, wie viel Feinschliff Google noch vor sich hat. Erst vor wenigen Tagen musste Google mit dem Notfall-Patch der Android 17 QPR2 Beta 7.1 gegen störende Systemfreezes antreten, um Hänger im Launcher einzudämmen. Jetzt folgt der Kehraus auf der zweiten Spur.
Wer das Update bekommt – und warum du aufpassen musst
Das Update landet Over-the-Air auf fast allen modernen Pixel-Geräten. Mit dabei sind das Pixel 6a, die kompletten Serien Pixel 7, Pixel 8, Pixel 9, Pixel 10 und Pixel 11 mitsamt Fold- und Pro-Varianten sowie das Pixel Tablet. Für das reguläre Pixel 6 und Pixel 6 Pro ist endgültig Schluss – deren Supportfenster schloss sich regulär mit dem Oktober-Patch 2026.
Eine dicke Warnung muss ich aber loswerden: Die aktuelle QPR2-Schiene wird im Dezember 2026 fertig. Diese QPR3-Linie hier ist allerdings die Vorschau auf den großen Pixel Feature Drop im März 2027.
Wer jetzt blindlings die Beta installiert und dann wieder zurückwill, landet unweigerlich in einer gefährlichen Downgrade-Falle mit drohendem Datenverlust. Ein Ausstieg ohne Datenlöschung geht erst wieder im März. Wer sein Haupt-Smartphone braucht, sollte sich diesen Schritt zweimal überlegen.
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@Andree, Gemini antwortet auf die Frage ob ein Pixel Smartphone auch im ausgeschalteten Zustand getrackt werden kann so:
Ja, das ist bei neueren Modellen wie dem Pixel 8, Pixel 9 und Pixel 10 möglich. Diese Geräte reservieren auch im ausgeschalteten Zustand oder bei leerem Akku genug Energie, damit der Bluetooth-Chip weiterhin Signale an das „Mein Gerät finden“-Netzwerk von Google senden kann.
Damit das funktioniert, müssen Bluetooth und die Funktion „Offlinesuche“ vor dem Verlust in den Einstellungen aktiviert gewesen sein. Bei älteren Pixel-Modellen lässt sich im ausgeschalteten Zustand lediglich der letzte bekannte Standort anzeigen, an dem das Telefon noch online war.
aber das was du kritisiert hast, nämlich das man das Gerät trotzdem noch ausschalten kann, bleibt. Warum wohl?