Audi A6 Avant e-tron: 64.450 Euro Einstieg und der Dienstwagen-Dämpfer

Audi hat den deutschen Konfigurator für den A6 Avant e-tron offiziell scharfgeschaltet – und verpasst gewerblichen Vielfahrern direkt zum Bestellstart einen herben Dämpfer. Der elektrische Business-Kombi startet bei 64.450 Euro, während das sportliche Topmodell S6 Avant e-tron mit bis zu 101.000 Euro in der Liste steht.
Damit reißt bereits das nackte Basismodell die gesetzliche Grenze von 60.000 Euro für die steuerbegünstigte 0,25-Prozent-Besteuerung. Wer den Ingolstädter als Firmenwagen least, zahlt für die Privatnutzung automatisch den doppelten Satz von 0,5 Prozent. Beim S6 Avant wird es jenseits der 100.000-Euro-Schwelle noch drastischer: Hier greift für Dienstwagenfahrer sogar die volle 1-Prozent-Regelung.
800-Volt-Laden und Reichweite: Das Datenblatt glänzt
Technisch schöpft der Avant auf der gemeinsam mit Porsche entwickelten PPE-Plattform (Premium Platform Electric) aus dem Vollen. Dank der echten 800-Volt-Architektur zieht der Stromer an High-Power-Chargern mit bis zu 270 kW DC-Ladeleistung. Unter Optimalbedingungen pumpt das System den Akku in 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent. An klassischen 400-Volt-Ladepunkten wandelt die Bordelektronik die Spannung intern automatisch um, um die Ladeleistung auf Kurs zu halten.
Zur Wahl stehen zwei Batteriepakete: netto 75,8 kWh im Basismodell und netto 94,9 kWh in den höheren Leistungsstufen. Mit dem großen Akku stellt Audi bis zu 720 Kilometer nach WLTP in Aussicht, gestützt durch einen strömungsgünstigen cW-Wert von 0,24. Wie konsequent der Windkanal die Praxis-Effizienz bestimmt, zeigte schon die Reichweiten-Rekordfahrt des Audi A6 e-tron bei der Limousine.
Durchdachtes Raumkonzept, aber zwei Patzer im Alltag
Als klassischer Kombi erfüllt der Avant die Erwartungen an Nutzwert und Ladevolumen ohne Abstriche. Das Heckabteil fasst 502 Liter und wächst bei umgelegten Rücksitzen auf bis zu 1.422 Liter an. Ein echter Gewinn für die Praxis ist der 27 Liter große Frunk unter der vorderen Haube: Dreckige Ladekabel verschwinden dort separat, statt wertvollen Kofferraum zu blockieren. Dass Audi im kommenden Modelljahr beim Audi A6 e-tron echte Knöpfe am Lenkrad nachrüstet, räumt zudem ein großes Frustpotenzial bei der Touch-Bedienung ab.
Abseits von Autobahn und Ladesäule leistet sich der Ingolstädter jedoch zwei spürbare Schwachstellen. Audi streicht eine Allradlenkung komplett aus der Aufpreisliste – im direkten Vergleich wendet der Konkurrent BMW i5 Touring in engen Parkhäusern oder Innenstädten spürbar agiler. Zudem schränken die wuchtigen A-Säulen zusammen mit den Außenspiegeln die Rundumsicht nach schräg vorne spürbar ein.
Die Leistungsspanne von 210 kW (286 PS) bis hin zu 370 kW (503 PS) im S6 Avant sorgt zwar für reichlich Druck beim Tritt aufs Pedal. Doch neue Herausforderer wie der Zeekr 7GT Shooting Brake beweisen mit extremer Lade-Performance und aggressivem Preisschild, dass sich Audi auf den Lorbeeren der PPE-Plattform keineswegs ausruhen kann.
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B regelt das. Ab 100k gelten 0,5 Prozent.
Was ist das denn für ein schwachsinniger Beitrag?
Uralte Daten und Iängst überholte Informationen, lächerlich.