iPhone Duo: Apples Falt-Handy heißt nicht Ultra

Apple iPhone Fold Renderbild zeigt Vorder- und Rückseite
Quelle: Front Page Tech
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Kurz vor dem großen Keynote-Event haut die Gerüchteküche noch einmal einen echten Nackenschlag raus: Das lang erwartete erste faltbare Smartphone aus Cupertino wird schlicht iPhone Duo heißen. Über Monate hinweg spekulierten Analysten und Insider über die Modellbezeichnung iPhone Ultra, doch Apple schlägt offenbar einen völlig anderen Weg ein. Wer gehofft hatte, dass der neue Name vielleicht auch einen kleineren Preis bedeutet, sieht sich gewaltig getäuscht. Der Einstiegspreis soll bei extremen 2.000 US-Dollar liegen.

Namenswechsel kurz vor Keynote: Warum Duo statt Ultra Sinn ergibt

Der Name iPhone Duo trifft das eigentliche Gerätedesign überraschend präzise. Statt mit dem mittlerweile abgegriffenen Zusatz Ultra nur auf Leistung zu trommeln, beschreibt die Bezeichnung direkt das doppelte Bildschirm-Konzept im Buch-Format. Wer die bisherigen Spekulationen rund um das faltbare iPhone Ultra verfolgt hat, erkennt schnell den Strategiewechsel in Cupertinos Marketingabteilung. Apple trennt das Falt-Smartphone dadurch klar von den klassischen Pro-Modellen ab.

Konstruktiv verlangt das Falt-Format dem Hersteller jedoch harte Zugeständnisse ab. Um das Gehäuse im zusammengeklappten Zustand vertretbar flach zu halten, muss die gewohnte Sensorik weichen. Face ID fliegt aus dem Rahmen, da die Kameramodule schlicht zu dick für die filigrane Konstruktion sind. Stattdessen setzt Apple auf einen seitlich im Power-Button integrierten Touch ID Sensor. Das ist kein optionales Extra, sondern eine reine Notwendigkeit der Ingenieure.

2.000 US-Dollar Startpreis: Ein Luxusprodukt für die Nische

Mit dem kolportierten Preisschild von 2.000 US-Dollar zielt Apple keineswegs auf den Massenmarkt. Wer den geleakten Dreijahresplan des faltbaren Apple-Smartphones im Blick behält, weiß, dass der Konzern die hohe Marge braucht, um die immensen Entwicklungskosten abzufedern. Die komplexen Scharnierkomponenten aus amorphem Metallglas und die speziell gehärteten OLED-Panels treiben die Fertigungskosten drastisch in die Höhe.

Der extreme Preis erzeugt allerdings einen enormen Erwartungsdruck. Während die Android-Konkurrenz rund um Samsung ihre Falt-Modelle schrittweise in erschwinglichere Regionen drückt, verlangt Apple zum Start den Gegenwert von zwei regulären Top-Smartphones. Käufer der ersten Generation zahlen damit nicht nur für neuartige Hardware, sondern finanzieren den Pionieraufschlag für Cupertinos Einstieg in eine völlig neue Gerätekategorie. Das wird die Zielgruppe spürbar einschränken.

Display-Lieferant Samsung und das Risiko des unsichtbaren Knicks

Ein entscheidender Faktor für das iPhone Duo liegt in der verwendeten Panel-Technologie. Apple lässt die faltbaren OLED-Bildschirme bekanntermaßen bei Samsung Display fertigen, nutzt jedoch eigens entwickelte Beschichtungen, um den störenden Display-Knick im Zentrum nahezu unsichtbar zu machen. Die Ausbeute in der Produktion entscheidet letztlich darüber, wie viele Geräte Apple in den ersten Verkaufsmonaten überhaupt ausliefern kann. Sollten die Ausschussraten steigen, drohen trotz des saftigen Preises von 2.000 US-Dollar lange Lieferzeiten.

Zudem steht Apple unter Zugzwang, was die Langlebigkeit betrifft. Während Nutzer bei einem klassischen iPhone von einer jahrelangen Nutzung ohne mechanischen Verschleiß ausgehen, muss das Scharnier des iPhone Duo Hunderttausende Faltvorgänge problemlos wegstecken. Staub und Schmutz bleiben der natürliche Feind biegsamer Displays – ein Problem, das Cupertino mit einer neuartigen Gehäuseabdichtung lösen will. Ob diese Mechanik im Alltag hält, was die Marketingversprechen garantieren, wird der Praxistest zeigen müssen.

Das Duell der Konzepte: Kann iOS zwei Bildschirme meistern?

Neben der harten Hardware-Preisdebatte rückt die Software in den Vordergrund. Die Bezeichnung iPhone Duo weckt unwillkürlich Erinnerungen an frühere Versuche anderer Hersteller, zwei Displays produktiv miteinander zu koppeln. Apple muss mit iOS beweisen, dass die Aufteilung zwischen Außen- und Innenbildschirm nahtlos funktioniert. Apps dürfen beim Aufklappen weder hängen noch unsauber skalieren, wenn das Gerät vom Smartphone-Modus in die Tablet-Ansicht wechselt.

Ob die Auslieferung direkt im Anschluss an die Ankündigung erfolgt oder erst im Laufe des Herbstes anläuft, bleibt Gegenstand letzter Spekulationen. Fest steht bereits jetzt: Das iPhone Duo setzt ein deutliches Ausrufezeichen an den gesamten Markt. Wer bereit ist, 2.000 US-Dollar für das Experiment auf den Tisch zu legen, bekommt die derzeit exklusivste Form eines iOS-Geräts – muss aber mit den typischen Kinderkrankheiten einer ersten Generation leben.

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