BMW iX gestrichen: Platz für Neue Klasse, iX3 und das Ende eines Exoten

Dass ausgerechnet das Elektroauto, mit dem BMW einst den eigenen Aufbruch in die batterieelektrische Zukunft markierte, klammheimlich von der US-Preisliste verschwindet, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Der iX wird in den Vereinigten Staaten nicht länger angeboten. Die offizielle Lesart aus München: Man benötigt Fertigungskapazitäten für die unmittelbar bevorstehende Neue Klasse sowie den darunter positionierten neuen iX3. Ein radikaler Schnitt, den man so deutlich selten sieht.
Das Aus in Übersee ist jedoch nur die logische Konsequenz einer schleichenden Entwertung. Das Auto, einst Technologieträger mit hochgezüchtetem Carbon-Leichtbau und gigantischem Curved-Display, bekam zuletzt kaum mehr nennenswerte Updates. Ein kleines Facelift im vergangenen Jahr wirkte da wie Kosmetik an einer Baustelle. Ein Grund dürfte die polarisierende Optik sein, die den Massengeschmack konsequent verfehlte und den Wagen von Beginn an zur Randerscheinung machte.
Auf dem deutschen Markt findet sich das Fahrzeug noch in den Konfiguratoren, aber das Zeitfenster schließt sich zusehends. Mit iX5 und iX7 stehen bereits zwei frische Ansätze auf der komplett neu entwickelten Architektur der Neuen Klasse in der Pipeline. Dagegen verblasst der iX technisch zunehmend. Wer jetzt noch einen bestellt, setzt auf ein eingestelltes Modell, das schon bald vom moderneren und mutmaßlich günstigeren iX3 überholt wird. Der Restlaufzeit traue ich maximal bis 2027 zu, bevor auch hierzulande die Produktion eingestellt wird. Die Marke richtet ihren Blick konsequent nach vorn und lässt den einstigen Vorreiter ohne Sentimentalitäten fallen.
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