Bundeskanzlerin zieht „Notbremse“ – doch bringt das noch was?

Noch mehr Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Läden kommen auf die deutschen Bürger zu

Heute nun hat also die Bundesregierung die „Bundes-Notbremse“ beschlossen. Der wohl aller letzte Versuch in Sachen Corona noch irgendwas zu reißen. Denn was die Bundesregierung bisher gezeigt hat, würde man mit einer Schulnote 6 wohl benoten.

Nun hat man sich also in der Bundesregierung auf eine Notbremse geeinigt. Bundeskanzlerin Merkel wird da noch einmal nachdrücklich gewarnt haben, wie sonst Corona aus dem Ruder laufen könnte. Aber ist es das nicht schon längst?

Das geplante Gesetz muss noch durch das Parlament und den Bundesrat genehmigt werden. Und dann hat sich der Frühling für den Großteil der Bundesbürger wohl erledigt. Und teilweise mit weltfremden und auch wissenschaftlich höchst fragwürdigen Vorgaben.

Am härtesten dürfte wohl die Ausgangssperre zwischen 21 bis 5 Uhr zu bewerten sein. Daher ist bewiesen, dass eine solche keinen Einfluss auf die Ansteckungsanzahl haben. Und das Problem wird sein, wie will man das kontrollieren? Denn gerade wenn es abends jetzt wärmer wird, werden sich die Menschen dennoch draußen treffen.

Auch der Tourismus wird wieder auf 0 heruntergefahren. Auch die meisten Läden und die Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie die Gastronomie dürfen dann nicht öffnen.

Das alles soll ab einer Inzidenz von 100 gelten. Und hier ist das Problem, denn diese Zahl kommt willkürlich zustande und ist gar nicht mehr aussagekräftig. Denn sie zeigt nicht an, wie das Verhältnis von Anzahl der Test zu positiven Testergebnissen steht, auch nicht die Impfquote und auch nicht die Auslastung der Intensivbetten mit Beatmung in Krankrenhäusern.

Nun kann man es sich als Landkreis nämlich einfach machen, es wird weniger getestet, so kommen auch weniger positive Testergebnisse zustande. Ferner zeigt die Inzidenz auch nicht, ob es ein lokaler Ausbruch in einem Altenheim ist oder aber über einen ganzen Landkreis verteilt.

Dazu kommt noch, dass immer noch keine verlässlichen Daten vorliegen und die deutsche Bürokratie teilweise mit Technik aus den 70er und 80er Jahren des vorherigen Jahrhunderts unterwegs ist. Heutzutage wird alles getrackt, jeder hat einen Pulsmesser, lässt sich anzeigen wie er schläft und dennoch bekommt man es nicht hin, eine sinnvolle Kontaktverfolgung aufzubauen?!

In Asien bedient man sich der neusten Technik und aller Möglichkeiten, die es gibt. Hierzulande bremst der Datenschutz alles aus, was einem helfen würde. Und so könnte man stundenlang weiter aufzählen, was alles schiefgegangen ist.

Mittlerweile reden selbst Otto-Normal-Bürger von einem Politikversagen. Und anders kann man es nun auch nicht mehr bezeichnen. Denn aus dem kurzen 2 wöchigen Lockdown im November sind nun schon 6 Monate geworden. Und nach dem Murks wird nach einem halben Jahr auch noch nicht Schluss sein.

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Jörn Schmidt

Von Jörn Schmidt

Android-Fan seit 2010, Outdoor- & Skandinavien-Fan, Kino-Freak und derzeitiger User eines OnePlus 8T mit Android 11

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